Mönchengladbach / Kreis Heinsberg - Neue Kinder-Notdienstpraxis in Rheydt auch für Kreis Heinsberg da

Neue Kinder-Notdienstpraxis in Rheydt auch für Kreis Heinsberg da

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Mönchengladbach / Kreis Heinsberg. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein etabliert zum 1. Juli eine neue zentrale kinderärztliche Notdienstpraxis am Elisabeth-Krankenaus in Mönchengladbach-Rheydt. Im Falle akuter Beschwerden kann dort ab Juli täglich am Abend, nachts oder am Wochenende der diensthabende Kinderarzt aufgesucht werden.

Die Einrichtung wird von der KV Nordrhein in Kooperation mit dem Elisabeth-Krankenhaus betrieben und soll zusammen mit der bereits bestehenden kinderärztlichen Notdienstpraxis am Allgemeinen Krankenhaus in Viersen das pädiatrische Versorgungsangebot der Region außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten ergänzen.

„Die Eröffnung der Mönchengladbacher Kinder-Notdienstpraxis ist ein wichtiger Bestandteil bei der Weiterentwicklung der Notdienststrukturen im Rheinland“, erklärte Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Wir sichern damit nicht nur die adäquate Versorgung der kleinen Patienten, sondern setzen auch die Vorgaben des Gesetzgebers um, der bei der Notfallversorgung eine enge Kooperation zwischen den niedergelassenen Ärzten und Kliniken fordert“, so Bergmann.

Auch die Verantwortlichen des Elisabeth-Krankenhauses begrüßen die neue Zusammenarbeit: „Es war jahrelang der Wunsch vieler niedergelassener Kinder- und Jugendärzte, dass es zu einer weitergehenden Zusammenarbeit auch im Bereich der kinderärztlichen Notfallversorgung kommt. Ab jetzt wird dieser Schritt umgesetzt. Die Eltern mit kranken Kindern haben eine einheitliche Anlaufstelle, an der die kinderärztliche ambulante Notfallversorgung für die Stadt Mönchengladbach und den Kreis Heinsberg erfolgt.

Unnötige zeitraubende Wege werden überflüssig, da das Klinikteam umgehend die Versorgung übernimmt, wenn eine ambulante Notfallbehandlung nicht mehr ausreicht. Diese Verbesserung ist ein echtes Plus für kranke Kinder und deren Eltern“, so Prof. Dr. Wolfgang Kölfen, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin.

Zu den weiteren Vorteilen der neuen Praxis in Mönchengladbach sowie der Einrichtung in Viersen zählt nach Ansicht der KV Nordrhein, dass sie gut erreichbar und unmittelbar an die Infrastruktur der pädiatrischen Fachabteilungen beider Kliniken angebunden seien.

„Schwere Notfälle können so unmittelbar dem stationären Bereich zugeführt werden, während die niedergelassenen Ärzte der Kinder-Notdienstpraxis sich der ambulanten Versorgung widmen können. Die Kinder und Jugendlichen erhalten dadurch zügig die für sie notwendige Behandlung“, so Dr. Khaled Jürgen Abou Lebdi, Obmann der Kinderärzte des Kreises Heinsberg.

„Durch die unmittelbare Anbindung des Kindernotdienstes an den Bereich der Klinikambulanz bleiben sowohl den erkrankten Kindern als auch ihren Begleitern zusätzliche Wege erspart. Auch die Nähe zu den anderen medizinischen Fachabteilungen des Krankenhauses ist ein Vorteil für Patienten und Ärzte“, ergänzte der in Mönchengladbach niedergelassene Pädiater, Dr. Jörg Hornivius, der den Betrieb der Einrichtung künftig mit koordinieren wird.

„Die wesentliche Verdienste um die Einrichtung der neuen kinderärztlichen Notdienstpraxis hat Dr. Hornivius erworben“, lobte der Vorsitzende der KV-Kreisstelle Mönchengladbach, Dr. Arno Theilmeier. „Es ist wichtig, mit der zunehmend raren ärztlichen Arbeitskraft sorgsam umzugehen und Kräfte zu bündeln, um die Arbeitsbelastung der Kinderärzte im Notdienst zu reduzieren.“

Mit dem Start der neuen Kinder-Notdienstpraxis in Mönchengladbach sind organisatorische Veränderungen verbunden. So bildet die Stadt Mönchengladbach zusammen mit den Kreisen Heinsberg und Viersen ab Juli einen gemeinsamen kinderärztlichen Notdienstbezirk. Durch diese Neuregelung kann laut KV Nordrhein erstmals auch für den Kreis Heinsberg ein kinderärztlicher Notdienst angeboten werden. In dem neu aufgestellten Notdienstbezirk werden künftig insgesamt 60 niedergelassene Kinderärzte aus der Region ihre vertragsärztlichen Notdienste wechselweise versehen.

 

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