Kempen - Neue Kaninchenrasse: Peter Schwartzmanns züchtet „Löwenköpfchen“

Neue Kaninchenrasse: Peter Schwartzmanns züchtet „Löwenköpfchen“

Von: Anna Petra Thomas
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„Löwenköpfchen“ heißen die Zwergkaninchen einer ganz neuen Rasse, die jetzt auch in Heinsberg-Kempen gezüchtet wird. Foto: Anna Petra Thomas
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Peter Schwartzmanns ist der erste Züchter im Kreisverband Heinsberg, der die neuen Löwenköpfchen in seinem Kaninchenhaus züchtet. Foto: Anna Petra Thomas

Kempen. Eine kleine Fellmähne zwischen den keck aufgerichteten Öhrchen und ein plüschig-weicher Schnauzbart sind die markanten Kennzeichen von Alf, aber auch von Hexe, Schweini oder Poldi. Die Zwergkaninchen von Peter Schwartzmanns gehören zur neuen Rasse der „Löwenköpfchen“.

Diese Vertreter einer ganz neuen Zwergkaninchen-Rasse, genannt „Löwenköpfchen“ oder laut Zentralverband der Deutschen Rasse-Kaninchenzüchter ganz offiziell „Zwergkaninchen-Löwenkopf (ZwKLk) rhönfarbig“, sind vor kurzem ins Kaninchenhaus von Peter Schwartzmanns im Kempener Ortsteil Hochbrück eingezogen. Oder besser: Ihre Mama, das erste Exemplar im Stall Schwartzmanns, hat sie hier zur Welt gebracht.

Mit dieser neuen Rasse, die damit erstmals im Kreisverband Heinsberg der Rasse-Kaninchenzuchtvereine zu sehen ist, hat der passionierte Kaninchenzüchter seiner Frau Birgit einen Herzenswunsch erfüllt.

Mit einem Kilo Leichtgewicht

Eigentlich ist Schwartzmanns nämlich eher ein Experte, wenn es um die „ganz großen“ Tiere auf vier Pfoten geht. Erst im Frühjahr dieses Jahres wurde er Landesmeister mit seinen Blaugrauen Wienern. Während diese um die fünf Kilo auf die Waage bringen, wiegen die kleinen Löwenköpfchen gerade mal ein gutes Kilo.

Aber was zum Kuscheln sollte es halt sein, lautete der Geburtstagswunsch seiner Frau. Und so trägt nun die Löwenköpfchen-Mama bezeichnenderweise den Namen „Fünfzig“. Auch das ist ein Novum im Stall Schwartzmanns, denn bisher hatten die Kaninchen hier noch keine Namen. Seit dem Geburtstag hat Mama „Fünfzig“ nun schon zwei Mal sechs junge Kaninchen zur Welt gebracht, so dass sich mittlerweile 13 Löwenköpfchen im Stall tummeln. „Und die kriegen ganz viel Liebe“, schwärmt auch Peter Schwartzmanns von den kleinen „Häuschkes“, wie er den Nachwuchs liebevoll nennt.

2008 sei die Idee zur Züchtung dieser neuen Zwergkaninchen-Rasse entstanden, weiß er zu berichten. Rund 90 Rassen in insgesamt etwa 370 Farbschlägen zählt der Zentralverband derzeit.

Mehrere Züchter in Deutschland taten sich zusammen, und so entstand durch Kreuzungen unterschiedlicher Rassen über mehrere Jahre die neue Rasse, die im vergangenen Jahr bei der Bundes-Kaninchenschau ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte. „Die Fachwelt hat längst die Bedeutung dieser Neuentwicklung erkannt“, hieß es danach in der Kaninchenzeitung, dem offiziellen Organ des Zentralverbandes.

Seit diesem Monat ist die neue Rasse in den sogenannten Standard aufgenommen und darf sich damit der Bewertung durch die Preisrichter stellen. Peter Schwartzmanns erhielt sein erstes Tier von einem der „Urzüchter“ in Grevenbroich.

Anders als bei den Blaugrauen Wienern stehen mit den Löwenköpfchen bei Familie Schwartzmanns, zu der mit Peter junior noch ein weiterer Landesmeister (Havanna-Kaninchen) gehört, zumindest derzeit jedoch noch weniger Punkte und Platzierungen bei Bewertungen als vielmehr der Kuschelfaktor im Vordergrund. Und so sieht Vater Peter die neue Rasse auch als hervorragend geeignet für die Haustierhaltung. „Es ist wichtig, dass Kinder sich mit Tieren beschäftigen“, erklärt er. Dies bringe ihnen nicht nur die Natur nahe, sondern wirke sich zugleich vorteilhaft auf ihr Sozialverhalten aus.

Einen Wunsch hat er aber noch an seine Frau. Sie würde er gerne bald als neue Züchterin im Karkener Kaninchenzuchtverein (KZV R 355) gewinnen, dessen Vorsitzender er ist. Und wer nun die neuen Löwenköpfen einmal „live“ bewundern will: Ihren ersten Auftritt haben sie bei der Vereinsschau am 1. und 2. November.

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