Neue Arena soll Highlight im Kreis werden

Von: kalauz
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Burg Wilhelmstein in Würselen: Die beliebte Freilichtbühne könnte ein Vorbild für Hückelhoven sein. Foto: Wolfgang Sevenich
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Das Gelände an Schacht 3 rings um den denkmalgeschützten Förderturm wird zu einem Freizeitzentrum ausgebaut. Das sieht jedenfalls der überarbeitete Masterplan so vor. Die zukünftige Tribüne (Mitte links) ist durch eine Muschelform gekennzeichnet. Repro: kalauz

Kreis Heinsberg. Seit mehr als einem Jahrzehnt, seit der Schließung der Zeche Sophia-Jacoba, arbeitet man daran, das Image von Hückelhoven aufzupolieren: Weg vom Schwarz der Kohle, hin zum bunten Glanz einer Einkaufsstadt.

Die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung haben diesen Weg so konsequent eingeschlagen, dass manche schon jetzt den Finger heben: Nur Konsum sei auch zu wenig. Es sieht ganz so aus, als habe Bernd Jansen diesen Ruf der Mahner vernommen. Seine dritte Amtszeit will der mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigte Bürgermeister auch nutzen, um das Gelände rund um den denkmalgeschützten Förderturm an Schacht 3 zu einem attraktiven Freizeitgelände auszubauen, das in den gesamten Kreis Heinsberg hineinstrahlen könnte.

Aktualisierter Masterplan

„Der Bau einer Arena, die 2500 bis 3000 Menschen Platz bietet, wird in diesem Jahr konkret auf den Weg gebracht“, sagt Jansen, den aktualisierten Masterplan für die künftige Gestaltung des alten Zechenareals ausbreitend. Ja, man habe sich auch bereits mit der Verwaltungsspitze „Locations“ in ganz Deutschland angeschaut, an denen man sich orientieren kann, die als eine Art Vorbild dienen können, für das, was unter dem Förderturm entstehen soll.

„Wir haben uns sozusagen vor der Haustür Burg Wilhelmstein angeguckt; wir waren in Oelde, wo 2001 die Landesgartenschau stattgefunden hat, dort haben sie eine ähnliche Anlage, wie wir sie planen, und wir waren auf der Loreley“, sagt Jansen. Mit dem phantastischen Blick auf den Rhein und den sagenumwobenen Felsen, den man auf der Freilichtbühne dort hat, wird Hückelhoven sicher nicht konkurrieren können. „Aber“, sagt Jansen, „auch wir werden für ein Ambiente sorgen, das ein Alleinstellungsmerkmal hat.

Der Besuch soll für die Zuschauer zu einem Erlebnis werden“. Die blicken auf die Bühne und sehen im Hintergrund die begrünte Millicher Halde mit der am Abend illuminierten Himmelstreppe, rechts neben der Arena („Ich nenne es lieber Atrium“, sagt Jansen) liegt der mit Grün zugewachsene ehemalige Löschwasserteich, in dem Frösche eine Begleitmelodie quaken, im Rücken steht das stählerne Gerüst des geschichtsträchtigen Turmes – das hat schon was, das wird sich sehen lassen können.

Was die Bedachung als Schutz vor den Unbilden des Wetters angeht, ist man schon weit über das Stadium des Sondierens hinaus. „Wir haben im Stadtgebiet mit Mehler Texnologies den Weltmarktführer in Sachen Planüberdachung“, sagt Jansen. Das an der Rheinstraße angesiedelte Unternehmen hat unter anderem das Zeltdach der Schalke-Arena realisiert. Klar, dass man sich deren Fachwissen bedient; und klar auch, dass Mehler Texnologies gern dieses Wissen und Können dort einbringt, wo die Firma angesiedelt ist.

Auch über die technische Ausstattung der künftigen Freilichtbühne (oder Arena oder Atrium) habe man sich in der Chefetage der Verwaltung bereits konkrete Gedanken gemacht, erläutert der Bürgermeister: „Wir werden die Bühne nur mit den nötigsten technischen Gerätschaften ausstatten. Für das technische Equipment sorgen die Künstler, die dort auftreten werden, in der Regel ohnehin selbst. Die kommen heute ohne einen Truck voller Technik nicht mehr aus.“ Die Lkw werden über die vorhandene Straße bei Roller auf das Gelände, das im übrigen komplett eingezäunt wird, eine Zufahrt erhalten. Und durch die Platanenallee bei Obi wird die fußläufige Anbindung des Areals bis in die Innenstadt hinein verlängert.

Aber natürlich wird die Bühne nicht nur von Superstars bespielt werden – auch Gruppen wie die Baaler Bürgerbühne oder Musikvereine aus dem Stadtgebiet sollen dort eine Plattform für ihre Auftritte erhalten. „Deshalb ist es wichtig, dass die Sitzreihen variabel und beweglich sind, dass sich 300 oder auch 500 Leute nicht verloren vorkommen, wenn sie sich dort ein Konzert anhören“, sagt Jansen.

Drei Millionen Euro sind im Haushalt für die Planung der Freilichtbühne an Schacht 3 in diesem Jahr eingeplant, mit Zuschüssen vom Land darf man rechnen. „Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, kann sich im Frühjahr 2017 zum ersten Mal der Vorhang für das neue Atrium heben“, sagt der Bürgermeister. Und fügt hinzu, er sei vom Naturell her Optimist.

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