Hückelhoven - Neue Anlaufstelle gegen Armut öffnet ihre Türen

Neue Anlaufstelle gegen Armut öffnet ihre Türen

Von: gp
Letzte Aktualisierung:
14598230.jpg
Freude bei DRK-Kreisgeschäftsführer Lothar Terodde (hinten links) und der Leiterin der neuen KAI-Station, Julie Ilner, über die Uhr, die Bürgermeister Bernd Jansen (Mitte) als Antrittsgeschenk mitgebracht hatte. Foto: Passage

Hückelhoven. Als in jüngster Vergangenheit die Flüchtlingswelle über Zentraleuropa hereinbrach, taten sich unübersehbare Probleme auf. Eine der größten Fragen lautete: Wo die Menschen unterbringen? Zahlreiche Menschen und Organisationen nahmen sich der Flüchtlinge an, die aus den Krisen- und Kriegsgebieten Afrikas und des Nahen Ostens den Weg in den Kreis Heinsberg gefunden hatten.

Viele Bürger packten mit an; Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sahen sich in der Pflicht, zu helfen. Im August des vergangenen Jahres richtete das DRK einen ersten Kristallisationspunkt, eine Anlaufstelle für die Gestrandeten, ein. Weitere folgten. In diesen Tagen richtete das DRK nach Eröffnungen in Heinsberg, Gangelt, Birgden und Erkelenz nun auch in Hückelhoven einen Kristallisationspunkt gegen Armut durch Integration (KAI) ein.

Neue Angebote mussten her

„Vor eineinhalb Jahren haben wir mit der Arbeit begonnen. Unsere Aufgabe war es zunächst, den Flüchtlingen mit Unterkünften und Verpflegung zu helfen. Inzwischen aber waren neue Strukturen erforderlich. Es galt mehr zu tun, als nur Familienzusammenführungen zu organisieren“, so Geschäftsführer Lothar Terodde. Damit das alles funktioniert, war es erforderlich, neben den unterstützenden Maßnahmen, wie Hilfe bei Arztbesuchen oder Behördengängen, neue Möglichkeiten zu schaffen.

Die neue KAI-Anlaufstelle, angeschlossen an die DRK-Station in Hückelhoven, bietet den Flüchtlingen zukünftig vielfältige Möglichkeiten. Unter der Leitung von Julie Ilner werden die Migranten zukünftig in dem neuen Gebäudekomplex mit Büro, Beratungsraum und großer Küche betreut und beraten. „Damit das alles funktioniert, ist es erforderlich, mit anderen Organisationen zu kooperieren“, meinte DRK-Geschäftsführer Terodde.

Multikulturelle Stadt

Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen (CDU) zeigte sich während seines Antrittsbesuchs positiv überrascht von den neuen, in seiner Stadt geschaffenen Möglichkeiten. „Wir sind eine Multi-Kulti-Stadt mit 100 Nationen. Fremdenhass hat es in Hückelhoven nicht gegeben. Sofern Probleme erkennbar sind, werden sie aufgearbeitet. Wir als Stadt Hückelhoven verfügen über ein großes soziales Netzwerk und ein großes Potenzial. Meine Mitarbeiter von Rat und Verwaltung sind ständig bestrebt, bei auftretenden Problemen unverzüglich einzugreifen und Lösungen zu finden“, sagte Jansen.

„In anderen Städten werden Kindergärten abgebaut. Wir aber sind in der glücklichen Lage, in jüngster Zeit zwei neue Kindergärten errichten zu können. Wir haben also neue Möglichkeiten, die Kinder der Flüchtlinge aufzufangen und in vollem Umfang zu betreuen. Wir packen es an und finden immer eine Lösung“, war Jansen überzeugt.

Auch Terodde sprach von einer sehr fruchtbaren gemeinsamen Arbeit. „Die von uns betreuten Menschen danken es, indem sie sich in unsere tägliche Arbeit einbringen und unterstützend tätig sind“, sagte er über die erkennbare Einsatzbereitschaft und die große Dankbarkeit, die von den Menschen ausgehen.

Mit einem gemeinsamen Fest, bei dem auch die Kinder voll auf ihre Kosten kamen, und bei zahlreichen von den Flüchtlingen hergestellten Gaumenfreuden wurde die Inbetriebnahme des neuen KAI in Hückelhoven vollzogen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert