Neubaugebiet der gehobenen Kategorie in Süsterseel

Von: dawin
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Selfkant-Tüddern. Ein Neubaugebiet der gehobenen Kategorie wird in Süsterseel entstehen. Wo jetzt noch Landwirtschaft betrieben wird, soll Fläche für Wohnraum geschaffen werden.

Der Rat der Gemeinde Selfkant stimmte einer Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Bebauungsplan „Hinter Wierwey“ mit den Stimmen von CDU und FDP zu. Die Entwicklungsgesellschaft Selfkant mbH (EGS) wird, vorrangig zur Deckung des örtlichen Bedarfs, im Schulterschluss mit der Gemeinde in Süsterseel das neue Baugebiet realisieren.

Das Areal wird sich nach Darstellung von Bürgermeister Herbert Corsten deutlich von den bisherigen Erschließungsplanungen der EGS abheben. Deren Geschäftsführer Ad Stelten erläuterte der Ratsrunde das Vorhaben in dem 1700 Einwohner zählenden Ort. „Es ist mehrfach der Wunsch an uns herangetragen worden, ein neues Baugebiet zu entwickeln.“

Jetzt habe die Gesellschaft drei Hektar am Waldrand gefunden, die Grundlage für ein hochwertiges Wohnumfeld bilden. Die Bezirksregierung Köln habe bereits grünes Licht für das Vorhaben an dieser Stelle gegeben. „Das wird eine Oase am Ortsrand“, schwärmte Stelten.

So sei vorgesehen, das neue Baugebiet in idyllischer Lage nicht in Gänze zu bebauen, sondern Freiräume zu lassen; zudem soll das Areal durch landschaftsgestalterische Maßnahmen qualitativ aufgepeppt werden. Wie schon in der Vergangenheit praktiziert, sollen die Baugrundstücke nach sozialen Kriterien mit Bauverpflichtung veräußert werden. Ad Stelten geht davon aus, dass 2018/19 die ersten Häuslebesitzer in „das äußerst attraktive Wohngebiet“ ziehen können. Eine Lärmbelästigung durch Baufahrzeuge während der Erschließungsphase für das Baugebiet „Hinter Wierwey“ soll vermieden werden, sagte Stelten; der Verkehr werde über einen Wirtschaftsweg auf die B 56 geführt, die hier entstehenden Kosten trage die EGS.

Zur Verwirklichung des Vorhabens ist ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Gesellschaft und der Gemeinde Selfkant erforderlich. Auch hierzu erteilte der Rat dem Bürgermeister seine Zustimmung. SPD und Pro Selfkant hatten vergeblich die Vertagung des Tagesordnungspunktes gefordert. Josef Werny, SPD, vermisste konkrete Zahlen, vor allem zu den Kosten. Es sei bisher stets gang und gäbe gewesen, dass sich der Aufsichtsrat der EGS mit den Fakten vor Beschlussfassung beschäftige, dies sei diesmal nicht geschehen, monierte Werny. In die gleiche Kerbe schlug Pro Selfkant, vor allem vor dem Wechsel vom alten zum neuen Rat mache ein Beschluss keinen Sinn, hieß es.

Anders sah dies CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Stassen. „Das letzte Baugebiet in Süsterseel ist 2003 entwickelt worden. Wir brauchen dringend Grundstücke vor Ort.“ Außerdem, so Stassen, werde der Landesentwicklungsplan dahingehend geändert, dass in Ortsteilen mit weniger als 2500 Einwohnern kein Bauland mehr ausgewiesen werden dürfe. „Dem sollten wir schnell entgegenwirken“, forderte er. Der Vertagungsantrag wurde von CDU und FDP abgelehnt, das Baugebiet auf den Weg gebracht.

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