Wegberg/Mönchengladbach - Nebel im Tötungsfall Maurice J. lichtet sich nicht

Nebel im Tötungsfall Maurice J. lichtet sich nicht

Von: ah
Letzte Aktualisierung:
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Es gab keine neue Entwicklung vor der Ersten großen Jugendkammer des Landgerichts Mönchengladbach. Der Streit auf der Harbecker Kirmes, der mit einem Todesfall endete, bleibt damit vorerst nebelig. Foto: Claudia Krocker

Wegberg/Mönchengladbach. Sieben Zeugen hat die Erste große Jugendkammer des Landgerichts Mönchengladbach am Montag gehört, um endlich den Nebel zu lichten und zu erfahren, warum am Ende eines Streits auf der Harbecker Kirmes in der Nacht zum 13. Juli 2014 Maurice J. nach einer Notoperation starb und sein Bruder Dominic J. schwer verletzt wurde und sein Leben lang durch eine Narbe am Kopf gezeichnet sein wird.

Aber auch am Montag kam das Gericht nicht entscheidend weiter. Genau wie die Zeugen, die schon früher gehört worden waren, konnten sich auch die Montag vernommenen nicht detailliert an das Geschehen erinnern.

Kai H. (21) beschrieb, er habe gesehen, wie Dominic J. ein Mädchen namens Annika geschlagen habe. Sie selbst hatte in ihrer Aussage eher von Schubsern gesprochen. Klar ist, dass der Angeklagte Cedric H. (19) während einer Schlägerei verletzt worden war. Dann, so hatte er es in seiner polizeilichen Vernehmung beschrieben, ging er ins Festzelt zurück, um sich Taschentuchstücke in die blutende Nase zu schieben.

Im Festzelt habe er dann sein Schweizer Taschenmesser in der Hosentasche entdeckt und es in die Hand genommen. Draußen will aber keiner der Zeugen das Messer gesehen haben. Der Verteidiger äußerte nach Auskunft des Gerichtssprechers die Vermutung, diejenigen Zeugen, die Freunde der beiden Opfer seien, könnten sich untereinander abgesprochen haben und möglicherweise nicht die Wahrheit sagen.

An den nächsten Prozesstagen sollen die Polizeibeamten gehört werden, die die Zeugen kurz nach der Tat vernommen haben.

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