„Naturparktor“: Politik will ein neues Konzept

Von: Monika Baltes
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Die Informationsstelle im List-Zentrum Wildenrath wird Ende 2016 umziehen. Wohin, ist noch unklar. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Der Naturpark Schwalm-Nette will die derzeit noch im List-Zentrum angesiedelte Informationsstelle umsiedeln. Die Wegberger Stadtverwaltung sieht aber keine finanziellen Möglichkeiten für ein Engagement. Der Finanzausschuss ist da allerdings anderer Meinung.

Seit 2002 gibt es das Naturparkzentrum Schwalm-Nette im List-Zentrum in Wildenrath als „südliches Eingangstor“ neben den bestehenden Naturparkzentren Haus Püllen in Wachtendonk und der Naturparkinformationsstelle Burg Brüggen. Ende 2016 wird der Naturpark diesen Standort aufgeben. Geplant ist, ein „Naturparktor“ in einer südlichen Stadt des Verbandsgebietes aufrecht zu erhalten. Als Standorte kommen etwa die Städte Wegberg und Wassenberg in Frage.

Die Stadt Wassenberg hat bereits grundsätzliches Interesse bekunden. Auch in der Stadt Wegberg wurde auf Antrag der CDU-Fraktion ein neuer Standort für das „Naturparktor“ geprüft. Nachdem der Naturpark Mitte November die Rahmenbedingungen für die Errichtung des neuen Anlaufpunktes beschlossen hatte, legte Bürgermeister Michael Stock nun das Ergebnis dieser Prüfung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vor: Auch wenn ohne Zweifel die Errichtung des „Naturparktores“ ein weiterer Anlaufpunkt für Gäste sein könne und zu einer Attraktivitätssteigerung des touristischen Angebots beitragen würde, kam die Verwaltung zu dem Ergebnis, sich nicht als Standort zu bewerben. Aufgrund der Vorgaben des Haushaltssicherungskonzeptes sehe die Stadt Wegberg keine Möglichkeit, die notwendigen Personalkosten zu tragen.

Während der Öffnungszeiten an sechs Tagen in der Woche (Dienstag bis Sonntag) muss der Info-Punkt mit mindestens einer Fachkraft besetzt werden. Der Naturpark wird eine halbe Stelle beisteuern. Die andere halbe Stelle muss die Stadt Wegberg übernehmen. „Die veranschlagten Kosten müssten bei anderen Produktgruppen eingespart werden“, so die Verwaltung.

Heftige Gegenwehr

Der Verwaltungsvorschlag stieß auf heftige Gegenwehr in der CDU-Fraktion, die im Standort Wegberg eine „große Chance“ sah. Kreative Lösungen forderte auch die FDP-Fraktion, Unterstützung durch ehrenamtliches Engagement schlugen die Grünen vor. Die Vorlage wurde zur Erstellung einer neuen Konzeption an die Verwaltung zurückgegeben.

Anfang des kommenden Jahres wird sich der Fachausschuss wieder mit dem Thema auseinandersetzen. Die Entscheidung des Naturparks für einen neuen Standort war ursprünglich für Ende Januar terminiert, wurde jetzt aber auf April verschoben. Das gibt der Stadt Wegberg Gelegenheit, sich doch noch für das „Naturparktor“ zu bewerben.

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