Narren folgen Ruf an den Nysterbach

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
k-erk-hoppe-fo
Was die Altvorderen in 150 Jahren gepflegt haben, setzt die Jugend bei den Hoppesäck fort, wie hier die Garde II. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Die Höppesäck feiern in dieser Session ihren 150. Geburtstag. Nun hatten sie zu einem närrischen Jubiläumsfrühschoppen in die Mehrzweckhalle eingeladen. Und viele befreundete Gesellschaften waren dem Ruf an den Nysterbach gefolgt.

So konnten Prinz André I. und Prinzessin Marion I. (Eheleute Derouaux) mit Sitzungspräsident Scheng Eggerath immer neue Abordnungen begrüßen, die mit Gardetänzen und Büttenreden zum Gelingen des Jubiläums beitrugen. Für Stimmung und gute Unterhaltung sorgten unter anderem Hätzblatt aus Erkelenz, das Krefelder Fanfarenkorps Op Jöck und Die letzte 2 von 1911. Auch die Tollitäten ließen es sich nicht nehmen, die Nummer Froschkönig trifft Aschenputtel aufzuführen.

„Es ist fantastisch, in Lövenich Prinz zu sein”, erklärte Prinz André. Theo Schläger, der eigentlich eine Festansprache halten wollte, war aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Präsident Scheng Eggerath teilte sich die Moderation mit seinem Nachfolger Jürgen Drews. Eggerath bezeichnete das Jubiläum der Hoppesäck als „Ansporn und Verpflichtung gleichermaßen”. Karneval sei keine intellektuelle Leistung, „denn das muss aus dem Bauch kommen”, betonte er. Die Gastgeber trugen natürlich mit ihren Garden und dem Männerballett Die Seitenspringer zum abwechslungsreichen Programm bei.

Die Geschichte der Hoppesäck ist nicht nur lang, sie ist auch wechselhaft. 1861 traten die Jecken erstmals als Künstlergemeinschaft Hoppesäck offiziell in Erscheinung. Von da an ging es bergauf: 1893 der erste Rosenmontagszug, 1908 die erste Damensitzung. Einschnitte gab es jeweils nach den Weltkriegen. So ruhten die Aktivitäten bis 1926, weil die damaligen Besatzer keinen Karneval in Lövenich duldeten.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg brauchten die Hoppesäck bis 1956, ehe sie wieder zusammenfanden. Ein weiterer Tiefpunkt war 1962 erreicht, und der Hoppesack verfiel in einen rund zehnjährigen Tiefschlaf, bevor es 1972 mit neuem Elan losging. Seitdem befinden sich die Hoppesäck auf der närrischen Überholspur und sind auch über die Grenzen des Erkelenzer Landes hinaus bekannt. Regelmäßig belegen ihre Garden und Showtanzgruppen die vorderen Ränge bei bundesweiten Tanzturnieren. Nach dem Ende des offiziellen Programms gegen 16 Uhr ging es in der Mehrzweckhalle mit Tanz und Musik noch fröhlich weiter.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert