Närrische Brüder beim Kaffeeklatsch der KG Effelder Kaffeemänn

Von: Anna Petra Thomas
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Diese Aufgabe übernahm Pascal Schüren (l.), der neue Präsident der KG Effelder Kaffeemänn, natürlich besonders gerne: Als erste Amtshandlung führte er seinen Bruder René ins Prinzenamt ein, der jetzt zusammen mit seiner Frau Astrid im Spargeldorf regiert. Foto: Anna Petra Thomas
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Nach 14 Jahren verabschiedete sich Markus Peggen (links) als Präsident von den Kaffeemänn. Sein Vorgänger und Ehrenpräsident Ewald Schmitz fand dafür die passenden Worte. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Ebenso neu wie doch sehr familiär geprägt war der Höhepunkt beim traditionellen Kaffeeklatsch der KG Effelder Kaffeemänn in der guten Stube des Dorfes im Bürgerhaus auf dem Martinusplatz.

Da stand beim großen Finale plötzlich mit Pascal Schüren ein ganz neuer Präsident auf der Bühne, der mit Prinz René I. dann auch noch seinen Bruder als den neuen Prinzen der Gesellschaft präsentierte. Klar, dass der neue Präsident dann so richtig aus dem Nähkästchen plaudern konnte, sehr zum Gefallen des Publikums aus „Kaffeewiffkes“ und „Kaffeemännkes“ in der voll besetzten Halle.

Zunächst widmete er sich Prinzessin Astrid, die aus der Familie Hanrath stammt und deren Vater als eines der großen Büttenasse der Gesellschaft in seiner Rolle als Zeitungsverkäufer sehr gut in Erinnerung ist. Früher Funkenmariechen, sei die Prinzessin heute quasi die „First Lady“ der Elferratsfrauen und übernehme immer dann das Zepter, wenn es um die Dekoration der Effelder Narrhalla gehe.

„Weil er längst überfällig ist…“ kommentierte der Präsident den ersten Auftritt seines Bruders, zugleich der Vorsitzende der Kaffeemänn, in schmuckem Prinzengewand. 1968 sei er in die „Karnevalsfamilie der Schürens hineingeboren worden. Schon der Vater sei 15 Jahre lang Vorsitzender der Kaffeemänn und 1995 Prinz gewesen. Gleiches gilt für seinen jüngeren Bruder Eric, immerhin mit acht Jahren Vorsitz und Prinzenamt im Jahre 2001. Und schließlich er selbst, 2014 Prinz und jetzt der neue Präsident. Nicht zu vergessen Sohn Kai, der die Kindersitzung moderiert, und Oliver, der schon Kinderprinz war.

„Ich selber kann mir nicht vorstellen, dass wir jemals besser organisiert waren als unter der generalstabsmäßigen Führung von René“, erklärte Pascal Schüren in Anspielung auf den Beruf des Bruders, der Berufssoldat ist. Schon Monate vor Sessionsbeginn berufe er alle zwei Wochen Vorstandsvorsitzungen ein und bringe mit wöchentlichen E-Mails alle auf den aktuellen Stand der Dinge: „Jawohl, Herr General!“, entfuhr es ihm. Fast schon pedantisch plane er die Auftritte des Elferrats, erklärte der Präsident, fügte jedoch sogleich hinzu: „Wenn wir zurückblicken auf die letzten Elferratsauftritte, gibt ihm der Erfolg absolut Recht.“ Nach einem lautstarken „De Bahn es kloar!“ überreichte er seinem Bruder das Zepter mit der kleinen Kaffeekanne obendrauf.

Zu Ehren des neuen Prinzenpaares tanzte schließlich Effelds Tanzmarie Isabelle Görtz, die ihren Geburtstag ebenfalls bei einem ganz großen Kaffeeklatsch genießen durfte. Durch das gesamte Programm, das der feierlichen Proklamation voranging, hatte wieder Ehrenpräsident Ewald Schmitz geführt und in diesem Rahmen auch den bisherigen Präsidenten Markus Peggen verabschiedet.

Mit dem Vereinslied hatte Pascal Schüren den Kaffeeklatsch eröffnet. Die drei Garden des Vereins, die Bumblebees, die Coffee-Beans und die Sunny-Girls, hatten dabei ihre neuen Tänze vorgeführt, die Bumblebees zudem ihren Showtanz.

Als Eisbrecherin für die Bütt erwies sich die Wahl von Jutta Claßen als die genau richtige. Als „Een jeploarde Ehefrau“ erzählte Maria Bodden aus dem Nähkästchen, und auch „Dä Drüeje“ (Michael Baust) strapazierte die Lachmuskeln seiner Zuhörer ganz mächtig. Nicht minder lustig kam der Hochzeitssketch der Frauengemeinschaft an. Musikalisch trug der Elferrat mit Gesangsmedleys zum Gelingen der Veranstaltung bei. Als „Ne Effelder Jong“ stellte zudem Prinzensohn Kai Schüren sein Können als Stimmungssänger unter Beweis.

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