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Nachwuchs soll verstärkt die Bütt entern

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Gut vorbereitet: die EKG mit (v.l.) Vize-Chef Helmut Jopen, der kommissarischen Geschäftsführerin Ute Sladeczek, Prinz Franz Rick und Schatzmeister Reiner Tetz.
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Kleine Piraten aufgepasst! Bei der Kindersitzung am Sonntag, 16. Februar, geht es in der Erkelenzer Stadthalle hoch her.

Erkelenz. Die jecken Tage können kommen: Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) wird in dieser Session neue Wege beschreiten. Und damit ist nicht nur die Strecke des Rosenmontagszugs am 3. März gemeint, deren Verlauf auch und vor allem vom Fortschritt der Bauarbeiten an der Kölner Straße, am Konrad-Adenauer-Platz und am Finanzamt abhängt.

Wie die neuen Wege aussehen, weiß der stellvertretende Vorsitzende und Literat Helmut Jopen. Schon die Proklamation von Prinz Franz (Rick) war anders als in den Vorjahren, denn tatsächlich wussten nur Eingeweihte bis zur Proklamation des Anwalts, wer die EKG durch die Session führen würde. Neu sind auch die Werbemittel, die im Vorfeld der Sitzungen im Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Anstelle der üblichen Plakate setzt die EKG auf großformatige Banner, die in und vor Geschäften und Institutionen auf die Veranstaltungen hinweisen. „Die normalen Plakate sind innerhalb weniger Tage überklebt“, betonte Jopen. Und wenn Plakate zum Einsatz kommen, dann großformatige auf Plakatwänden.

Bei den Künstlern für ihre Sitzungen setzt die EKG neben eigenen Kräften auch auf den Nachwuchs in der Bütt und auf der Bühne. Dabei gehe man als Veranstalter immer auch ein Risiko ein, weiß Jopen. Denn im Gegensatz zu den etablierten Künstlern aus dem Kölner Karneval ändern die jungen Kräfte noch häufiger ihr Repertoire.

Flaggschiffe des Saalkarnevals in Erkelenz sind die Galasitzung (18. Januar) und die Herrensitzung (26. Januar). Doch auch die Damensitzung (25. Januar) bekommt neues Leben eingehaucht: In den vergangenen beiden Jahren hatte es mit der Sitzung einige Probleme gegeben, wie Jopen einräumt. Vor allem die Konkurrenz aus den umliegenden Ortschaften hatte sich im Besuch der Sitzung niedergeschlagen. „Wenn das Programm mal nicht so gut war oder es andere Probleme gegeben hat, schlägt sich das in den Besucherzahlen in der nächsten Session nieder“, so Jopen.

Trotzdem will die EKG der Damensitzung neues Leben einhauchen und setzt auf bekannte Namen. So zum Beispiel Olaf Henning, dessen „Cowboy und Indianer“ längst zu den Evergreens im Karneval gehört. Mit Manni dem Rocker, den Red Shoe Boys und den Scheunenrockern sowie den eigenen EKG-Kräften planen die Organisatoren. Nun müsse man abwarten, ob die Sitzung von den Damen angenommen wird, so Jopen. Bei der Gala und der Herrensitzung wird es zumindest schon knapp mit den Karten.

Ein Auge hat die EKG auch auf die Jugend geworfen, die bislang im offiziellen Karnevalstreiben immer ein wenig zu kurz kam oder deren Feierverhalten in der Öffentlichkeit auf wenig Gegenliebe stieß. Deshalb lädt die EKG wieder zum „Karneball“ ins Auditorium ein (21. Februar ab 20 Uhr). „Wir wollen die Jugend einbeziehen und uns gleichzeitig von dem Treiben auf dem Johannismarkt abgrenzen“, betont Jopen.

Jugend aktiv einbinden

Der Johannismarkt hat sich im Laufe der Jahre zum Altweiber-Treffpunkt für die Jugend entwickelt, was die entsprechenden Auswirkungen in Form von Alkoholmissbrauch und zerschlagenen Flaschen auf dem Platz mit sich brachte. An Altweiber kann der abgesperrte Platz erst nach einer Taschenkontrolle betreten werden, um den Auswüchsen Herr zu werden. Die EKG will mit ihrem Angebot die Jugend aktiv einbinden. Die Altweiber-Discoparty mit der Band „Booster“ (diesmal am 27. Februar) in der Stadthalle wird von der jugendlichen Zielgruppe gut angenommen.

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