Nachhaltige Erinnerung an das Comenius-Projekt der Gymnasien

Von: Helmut Wichlatz
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Jetzt gibt es eine nachhaltige Erinnerung an das Comenius-Projekt der Erkelenzer Gymnasien mit Partnerschulen aus Belgien, Schweden und Polen. Die Beteiligten stellten in Erkelenz eine CD vor, auf der ihr gemeinsames Musizieren dokumentiert ist. Foto: Claudia Krocker

Erkelenz. Die Europäische Suite war ein gemeinsames Comenius-Projekt der beiden Erkelenzer Gymnasien mit Partnerschulen aus Belgien, Schweden und Polen. Das Comenius-Projekt wird mit EU-Mitteln unterstützt. Es verfolgt das Ziel, die europäische Integration zu fördern und den Herausforderungen der Globalisierung mit Toleranz und Verständnis zu begegnen.

Teil des Projektes sind gegenseitige Besuche und grenzübergreifende Zusammenarbeit von Schulen und Schülern. Neben der Bigband der beiden Gymnasien hat sich auch die Franziskus-Schule im Rahmen eines mit 20.000 Euro geförderten Comenius-Projektes engagiert.

Teilgenommen hatten auch die Schule Vasaskolan aus dem schwedischen Gävle, die Kunsthumaniora aus dem belgischen Antwerpen und Panstwowa Szkola Musyczna aus Breslau.

Dabei hatten die Musikensembles der Schulen in einem intensiven Austausch miteinander gestanden, sich für Konzerte besucht und dabei auch persönlich kennen gelernt. Im März fand das zweijährige Projekt seinen Abschluss in einem gemeinsamen Konzert aller Ensembles in der Erkelenzer Stadthalle. Beteiligt waren rund 200 Schüler aus den vier Schulen.

Im Foyer der Stadthalle wurde nun die CD zum Projekt vorgestellt. Sie enthält auch die eigens für das Projekt von Hubert Minkenberg komponierte Europäische Suite, die als thematische Klammer des Projektes die vier Schulen verband und bei den Konzerten vor Ort eine große Rolle spielte.

Die CD enthält aber auch weitere Stücke, die im Rahmen des Projektes einstudiert und aufgeführt wurden. So zum Beispiel „O, Fortuna“ aus Orffs Carmina Burana, den „Ungarischen Tanz“ von Brahms und „Bohemian Rhapsody“ von Queen.

Musiklehrer Horst Couson bezeichnete die Musik als „Keimzelle des Friedens“, weshalb das Projekt auch eine Bedeutung über die Schulen hinaus habe. Durch die enge und gute Zusammenarbeit seien auch persönliche Freundschaften entstanden. Die gemeinsame Zeit und die Arbeit an dem Projekt sei für die Beteiligten eine persönliche Bereicherung, die man nicht missen möchte.

Dabei gab es auch Kritik, wie Couson betonte. Nach dem Konzert im schwedischen Grävle habe eine dort ansässige Zeitung kritisiert, dass die deutschen Schüler keinen „ordentlichen Jazz“ gespielt hätten. „Aber auch das gehört dazu“, betonte der Pädagoge. „Man lernt, mit Kritik umzugehen und die Flinte nicht ins Korn zu werfen.“

Viele Unterstützer

Zustande kam das Projekt auf deutscher Seite auch durch das Mitwirken der beiden Musiklehrer Josef Paczyna und Richard Jansen, die sich auf die Hilfe von Dr. Ulf Püschel verlassen konnten.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Mr. PC Bigband hatte sich ebenfalls sehr dafür eingesetzt, dass die Ergebnisse des Projektes nun in Form eines Silberlings vorliegen. Die Aufnahmen wurden von dem ehemaligen Cusaner Udo Emmerich bearbeitet, der heute als Toningenieur beim WDR arbeitet. Mit dem Ergebnis zeigten sich die Beteiligten rückblickend sehr zufrieden.

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