Nach Typisierungsaktion erfolgreich Knochenmark gespendet

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Hat mit Erfolg Stammzellen gespendet: Melanie Gonstalla, mit dem Geschäftsführer des Krankenhauses Heinsberg, Heinz-Gerd Schröders.
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Der Andrang bei der Typisierungsaktion für Nele im April in der Heinsberger Begegnungsstätte war riesig. Foto: Mirja Ibsen

Heinsberg. Im April dieses Jahres ließ sich Melanie Gonstalla bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin des Krankenhauses Heinsberg hatte wie knapp 4000 andere Menschen an der Typisierungsaktion für die kleine Nele teilgenommen.

Für das kleine Mädchen kam sie leider nicht als Spenderin in Frage. Aber schon bald bekam sie Post von der DKMS, dass ihre Stammzellen einem anderen schwerkranken Patienten helfen würden. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich helfen kann. Vor allem, weil ich schnell wusste, dass es gar nicht kompliziert oder gar schmerzhaft sein würde“, sagt Melanie Gonstalla.

Die Stammzellen wurden, wie in 80 Prozent der Fälle üblich, „peripher“ entnommen. Das bedeutet, dass die zur Transplantation benötigten Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders „gefiltert“ werden. Die Spende an sich gleicht einer Dialyse.

„Die Entnahme war in Köln, da habe ich mich hinbringen lassen. Nach einer Voruntersuchung und der Entnahme, bei der ich ein paar Stunden still sitzen musste, war auch schon alles erledigt. Das würde ich jederzeit wieder tun“, sagt Melanie Gonstalla.

„Viele haben Angst, sich im Falle einer Übereinstimmung einer riskanten Rückenmarkoperation unterziehen zu müssen. Das stimmt aber nicht. In den meisten Fällen ist es nicht viel mehr als Blutspenden. Nur selten wird unter Vollnarkose ein Gemisch aus Blut und Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Und das dann natürlich auch nur auf freiwilliger Basis.“

Die Stammzellenspende von Melanie Gonstalla ging in die USA und hat dem Empfänger auch geholfen. So viel weiß sie schon. Ob es zu einem Kontakt zwischen Spenderin und Empfängerin kommt, bleibt noch offen. Denn dem Empfänger einer Spende ist es vorbehalten, nach einer Frist von zwei Jahren, den Kontakt zum Spender zu suchen.

Geschäftsführer appelliert

Melanie Gonstalla ist froh, dass sie diese Erfahrung machen durfte und hat viel Lob und Anerkennung für ihren Einsatz erhalten – insbesondere auch von ihren Kollegen im Krankenhaus.

Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des Krankenhauses Heinsberg, ist stolz, dass sich eine Mitarbeiterin des Hauses freiwillig dieser Spende unterzogen hat: „Zur wirksamen Behandlung von Patienten sind Krankenhäuser in hohem Maße auf Blutspenden und Spenden von Stammzellen oder auch Organen angewiesen. Darum appellieren wir an alle gesunden Menschen, zu spenden oder sich registrieren zu lassen.“

Für den Verdienstausfall, der im Rahmen einer Stammzellenspende entsteht, entschädigt die DKMS den Arbeitgeber. „Selbstverständlich verzichten wir auf die Erstattung der Lohnfortzahlung und spenden der DKMS diesen Betrag“, erklärt Heinz-Gerd Schröders. Damit ermöglicht das Krankenhaus der DKMS die Aufnahme neuer Spender in die Datei. Denn jede Registrierung und Typisierung kostet die DKMS 50 Euro.

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