Nach Trifolium jetzt wieder ein EKG-Dreigestirn

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Nach 50 Jahren hat die EKG wieder ein, zudem noch singendes, Dreigestirn, das schon eine CD mit eigenen Liedern kreiert hat. Foto: Strickstrock

Erkelenz. Der Saal der Stadthalle war rappelvoll erwartungsfroher Karnevalsfreunde, die Bühne ebenfalls, denn der Einzug der vielen Garden unter den Klängen des Reiterkorps Gerichhausen wollte kein Ende nehmen.

Sitzungspräsident und Moderator Helmut Jopen nannte die Truppe „eine stolze Heerschar”.

Vor 50 Jahren vertraten Fritz Kallentin als Prinz, Josef Kronenberg als Bauer und Josef Schmitz als Jungfrau das Trifolium, jetzt wurde erstmalig wieder ein Dreigestirn inthronisiert: Tollität Markus I (Forg), der an diesem Tag auch noch Geburtstag feierte, als Prinz, Andreas (Tischbein) als Bauer und Josefine (Josef Viethen) als bezaubernde Jungfrau.

Mit ihrem Gefolge Hofmarschall Theo Görtz, Page Ruth Ciré, Penningmeester Thomas Brockers, Medicus Frank Hanswillemenke und der eigenen Hof-Fotografin Ute Sladeczek wurden sie gehörig bejubelt, der Prinz verteilte rote Rosen und die Jungfrau Handküsschen.

Die drei erhielten ihre Insignien und dann ging ein weit über dreistündiges Programm über die Bühne. Während Altbarde Heinz Forg sang, flimmerte über die Leinwand ein alter Film, auf dem das Dreigestirn vor 50 Jahren zu Fuß durch die Stadt zog.

Dann gab es eine besondere Überraschung: Der Präsident vom Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), Reiner Spiertz, kam mit Gefolge auf die Bühne und verlieh den verdienten Karnevalisten Heinz Forg und Toni Nießen den Verdienstorden in Gold mit Brillanten des Bundes Deutscher Karneval.

Die „Kölschen Bengel” aus Rösrath mischten auf, Hastenraths Will überbrachte die Grüße als Ortsvorsteher von Saffelen, nicht ohne etliche süffisante Anmerkungen zum Dreigestirn; Karl Mones von der Vereinsgemeinschaft Granterath hatte seine Irlandurlauber mitgebracht, die einen „irischen Stepptanz” zelebrierten, und Feldpastor Jürgen Frisch, nach Hückelhoven abgeschoben, sinnierte längere Zeit über die Vergänglichkeit des Lebens.

Das Dreigestirn musste eine ziemlich geraume Zeit warten, ehe der Prinz und sein Gefolge endlich den Stadtschlüssel - Bürgermeister Peter Jansen hatte natürlich nur den für die Innenstadt mitgebracht - in Händen hielt.

Und Jungfrau Josefine rief die Narrenschar noch einmal eindringlich zur Spendenaktion für den Lambertusturm auf. Aktien werden bei jeder Veranstaltung der EKG angeboten.

Selbstverständlich hatte das Dreigestirn auch eine Regierungserklärung zu verkünden.

So sollen Bürgermeister und Stadtrat mit Blick auf das künftige Schwimmbad am Altweibertag mit Badeutensilien wie Haube, Schwimmreifen, Schwimmflügelchen, Rettungsringen und Quietsche-Entchen, natürlich auch im Badeanzug, erscheinen. Auf der Bühne müssen Schwimmübungen dem Publikum vorgeführt werden.

Der Medicus soll dem Elferrat der EKG noch vor Beginn des Sitzungkarnevals mehr Beweglichkeit und Flexibilität geben. Schließlich wurde der Verwaltungsvorstand der Stadt verpflichtet, am Altweibertag mit einem selbst getexteten karnevalistischen Liedvortrag in bunten Kostümen die Narren zu erfreuen.

Es wurde ein langer Abend für Akteure und Publikum, aber es mangelte nicht an Speisen und Getränken und Spaß an der Freude hatten sicherlich alle.
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