Erkelenz-Lövenich - Nach Brand: Feuerwehrmuseum öffnet wieder seine Pforten

Nach Brand: Feuerwehrmuseum öffnet wieder seine Pforten

Von: Helmut Wichlatz
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Laura-Louisa Munz, Dieter Kreutzer und Edith Schaaf (Verein Rheinisches Feuerwehrmuseum) mit dem Ersten Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen (von links) beim Rundgang durch das Museum. Foto: Wichlatz
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Das historische Fahrzeug mit Drehleiter ist nur eines der vielen Exponate, die einen spannenden Blick in die Geschichte der Feuerwehr erlauben. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Lövenich. Vor rund zwei Jahren, am 21. November 2015, zwang ausgerechnet ein Feuer das Rheinische Feuerwehrmuseum in Lövenich zur Schließung. Ein Pärchen, das auf dem Heimweg von einer Party auf dem Lerchenpfad in Richtung Kirchplatz ging, hatte eine Qualmwolke bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Das Feuer war in der Werkstatt ausgebrochen. Die Kripo ermittelte.

Ergebnis: Eine „technische Ursache“ hat zum Brand geführt. Zwar war an den Exponaten und historischen Fahrzeugen kein Schaden entstanden, doch waren sie ebenso wie die gesamte Inneneinrichtung durch den Rauch stark verschmutzt.

Zwei Jahre dauerte es, um die Hinterlassenschaften des Feuers zu beseitigen und das Museum neu einzurichten. Am Sonntag, 15. Oktober, ist es jetzt so weit und das Rheinische Feuerwehrmuseum öffnet wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit.

Der Schaden belief sich nach damaligen Angaben des Erkelenzer Hochbauamtsleiters Martin Fauck auf rund 300.000 Euro. Dies hatte er in einer Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe mitgeteilt. Allein die Sanierung der Werkstatt werde mit rund 100.000 Euro zu Buche schlagen, hieß es.

Zuerst mussten alle Exponate und Fahrzeuge aus der Halle geschafft werden, um den Brandschaden beseitigen und eine neue Brandschutzwand einziehen zu können. „Mit wenigen helfenden Händen haben wir es geschafft“, betonte Edith Schaaf, die Vorsitzende des Museumsvereins.

Denn obwohl der Verein rund 60 Mitglieder hat, waren es nur wenige, die regelmäßig kamen und halfen. Andererseits hätten zu viele Hände auch zu viel falsch machen können, erklärte Edith Schaaf. Die Arbeit sei noch nicht getan, denn noch wollen viele Ideen umgesetzt und die Präsentation der teilweise sehr seltenen Exponate verbessert werden. Daher werde es eine „stille Eröffnung“ geben.

Das Feuerwehrmuseum und die meisten der ausgestellten Exponate gehören der Stadt. 1988 erwarb die Stadt die Sammlung von Peter Höpgens. Sie fand in einem Gebäude mit einer ehemaligen Landmaschinenwerkstatt ein neues Zuhause. Höpgens gehört zu den Gründern des Rheinischen Feuerwehrmuseums und war lange Jahre dessen Ehrenvorsitzender.

Der Verein sorgt für die Instandhaltung und den Betrieb des Museums. Dr. Hans-Heiner Gotzen, erster Beigeordneter der Stadt, begleitet den Verein schon seit vielen Jahren. Er zeigte sich erfreut darüber, dass nun alles wieder an Ort und Stelle ist. Nicht nur das, die Helfer um Edith Schaaf, Dieter Kreutzer und Laura-Louisa Munz haben auch die Platzierungen vieler Exponate geändert, um den Besuchern auch mehr Bewegungsfreiheit und einen freien Blick auf die Details zu geben.

So können die historischen Fahrzeuge nun von allen Seiten in Augenschein genommen und auch mal ein Blick ins Innere geworfen werden. „Das Erlebnis des Besuchs soll umfassender werden“, betonte Kreutzer. Dafür werden die Aktiven des Vereins noch eine Menge tun müssen. Hilfe bekommen sie dabei immer wieder von der Löschgruppe Lövenich der Freiwilligen Feuerwehr.

Unter anderem sollen die geöffneten Klappen der Fahrzeuge mit Glasplatten versehen werden, um mehr Einblick in das Innenleben zu gewähren. Deshalb wird es am Sonntag, 15. Oktober, auch keine offizielle Eröffnung geben. „Wir werden für das Publikum öffnen und weitermachen wie immer“, sagte Kreutzer, der in nächster Zeit den Vorsitz des Vereins von Schaaf übernehmen wird. Interessenten sind bei den regelmäßigen Arbeitstreffen montags ab 19 Uhr immer willkommen.

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