Nach Berufsleben Kreativität in anderer Form umgesetzt

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
5335620.jpg
Gabriele Teuteberg (r.) führte in das Werk von Gisela Aretz (2.v.r.) ein. Filialdirektorin Renate Beumers-Rulands (2.v.l.) und Direktor Manfred Dreßen (l.) freuten sich über das große Interesse der Besucher. Foto: defi

Heinsberg. „Ich will mögliche Techniken der Malerei lernen, weil ich nur dann meinem Bedürfnis, mich mit und durch Farbe auszudrücken, eine Form und Qualität geben kann, die meiner Arbeitsweise und meinem Anspruch auf Qualität entspricht.“ Diese Aussage von Gisela Aretz zitierte Gabriele G. Teuteberg, Kunsthistorikerin aus Aachen, in ihrer Einführungsrede zum Werk der in Porselen lebenden Künstlerin.

Gisela Aretz habe erst vor einigen Jahren begonnen zu malen. Obwohl Malen schon immer ihr Traum gewesen sei, habe der Beruf ihr nicht den gewünschten Freiraum gelassen, erläuterte Renate Beumers-Rulands, Filialdirektorin der Kreissparkasse Heinsberg, den vielen Vernissagebesuchern in der Halle der Kreissparkasse an der Heinsberger Hochstraße. Als Produktmanagerin in der Bekleidungsindustrie sei Gisela Aretz einem aufreibenden Job nachgegangen, so Beumers-Rulands, der ihr jedoch das Beschäftigen mit Farben und Formen ermöglicht und so ihre künstlerische Neigung angesprochen habe.

„Daher wundert es kaum, dass sie nach ihrem Berufsleben ihre Kreativität in anderer Form fortsetzt“, so Renate Beumers-Rulands. Doch wer glaubte, dass ihr dazu Farbe, Pinsel und eine Leinwand genügt hätten, habe sich getäuscht. Gisela Aretz habe sich über mehrere Jahre von namhaften Künstlern ausbilden lassen. Renate Beumers-Rulands: „Sie ist Perfektionistin und diesen Anspruch hat sie ebenfalls für ihre Hobbys.“

„Harmonie der Farben“ lautet der Titel der Ausstellung von Gisela Aretz, die noch bis zum 3. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten in der Kreissparkasse zu sehen ist. Die Suche nach Harmonie genauer gesagt nach Farbharmonie sei im Leben der Künstlerin tief verankert, so die Kunsthistorikerin Gabriele G. Teuteberg. Teuteberg: „Neben der reinen malerischen Technik gehörte aber auch die malerische Beschäftigung mit den klassischen Bildgattungen Landschaft, Akt, Porträt zu ihrer Suche nach eigenen Bildern, die sie schließlich zur abstrakten Malerei führte.“

Die künstlerische Ausbildung habe sie unter anderem über mehrere Jahre in der Sommerakademie in Haus Hohenbusch sowie bei Peter Valentiner, bei Máro Ramirez und Wolfgang Bühren gefunden. In der Ausstellung bildeten die Porträts einen Kontrast zu den abstrakten Bildern, zeigten aber gerade die besondere Auseinandersetzung mit dieser Gattung. Auffällig sei das extreme mit einer Modefotografie vergleichbar In-Szene-setzen der Dame mit dem grünen Auge und der Dame mit der glitzernden Kopfbedeckung, die aus einer Avantgardemodenschau stammen könnten, erläuterte Gabriele Teuteberg.

In einem weiteren Porträt dagegen finde durch die Pinselführung eine malerische Auflösung der beschreibenden Formen, vor allen Dingen im Bereich der Kopfbedeckung statt, die nicht mehr abbilde, sondern reine Malerei sei und auf den so wichtigen Schwerpunkt in Gisela Aretz’s Werk hinweise, die abstrakte Malerei. Gabriele Teuteberg: „Die Bilder der Gisela Aretz zeigen nicht nur eine Harmonie der Farben´ sondern eine Gegenwelt unserer alltäglichen Welt: sei es die wirklich gelebte mit all ihrer Hektik und ihren Anforderungen, denen wir uns stellen müssen, sondern auch der Bilderwelt der Medien bis hin zum Internet, die uns durch Überflutung von Reizen aus dem Tritt bringt.“ Frank Ollertz am Piano und Paul Gerards an der Gitarre sorgten für die musikalische Begleitung der Vernissage.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert