Nabu Selfkant: 630 Stunden im Dienste von Mutter Natur

Von: Markus Bienwald
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Engagiert: Fleißige Helfer des Nabu Selfkant im Wald. Foto: Markus Bienwald
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Blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück: der neu gewählte Vorstand des Nabu Selfkant mit Peter Geilen, Margret Geilen-Kamps, Thomas Henkens, Frank Donkers, dem Vorsitzenden Franz Oschmann, Huber Horstenbach, Björn Becker und Franz-Josef Schippers (v.l.). Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Zwei Themen werden bei jeder Veranstaltung des Nabu Selfkant angesprochen. Das ist zum einen eine ausführliche Fotodokumentation zum Nacherleben von Natur und vergangenen Aktionen. Zweitens ist da der große Dank des Vorsitzenden Franz Oschmann für die vielen Stunden geleisteter Arbeit.

„Zusammengerechnet haben wir 636,25 Arbeitsstunden investiert“, freute sich Oschmann bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Gangelter Infocenter am Kahnweiher. Der Ort der Veranstaltung war nicht ganz zufällig gewählt, dient der dortige Parkplatz doch als Treffpunkt für viele Exkursionen und Unternehmungen im Gangelter Bruch.

Wohl auch deswegen fiel der in der Tagesordnung angekündigte „kurze Rückblick“ etwas länger aus: Er entwickelte sich zu einem gut einstündigen Vortrag über die Tätigkeiten des letzten Jahres. Es gab durchaus sehr viel zu berichten, denn die Damen und Herren des Nabu Selfkant, von denen rund 30 erschienen waren, sind vielfältig aktiv.

Das fing bei den zur Versammlung mitgebrachten und vom Nabu selbst verkauften Nisthilfen an, ging über die Beobachtung von Flora und Fauna in Gangelt, Waldfeucht und dem Selfkant bis hin zu konkreten Pflegeeinsätzen in der Natur. Dringend nötig sei besonders die Pflege des bruchtypischen Bestands an Kopfweiden. „Jeder Baum ist ein Biotop, und wenn wir das nicht machen würden, wäre es damit schnell vorbei“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Henkens.

Auf wenig Gegenliebe stieß das Freischneiden des Biotops nahe der Grenze zu Shinveld in den Niederlanden. „Für manchen war das ein Kahlschlag“, sagte Franz Oschmann, doch ohne die Schnittmaßnahmen, die ohnehin immer wiederholt werden müssten, sei das Biotop in seiner Funktion für die Natur sehr eingeschränkt.

Genau in dieser sich wiederholenden Arbeit machte der Vorstand des Nabu Selfkant ein Problem aus, das es in Zukunft anzugehen gelte. „Bisher haben wir immer mit dem Freischneider gearbeitet, doch mit Großgerät geht das einfach besser“, machte er deutlich. Zur Dokumentation dienten hier Fotobeispiele, die Freiwillige dabei zeigten, wie sie beispielsweise Fichtentrieblinge aus dem Boden ziehen, die nicht ins Landschaftsbild gehören.

Würden solche Aktionen nicht regelmäßig anberaumt, dann, sagt Franz Oschmann weiter, sei beispielsweise von den Feuchtbiotopen in zwei oder drei Jahren kaum noch etwas zu erkennen. Bleibende Arbeit liefern auch die vielen Vogelbeobachtungen, wobei derzeit die Turmfalken an der Breberener Mühle nicht zu beobachten sind.

„Mir ist berichtet worden, dass das Weibchen tot am Wegesrand gefunden wurde, und da Turmfalken monogam sind, wird sich da wohl erstmal nichts tun“, bedauerte Franz Oschmann. Stolz hingegen war er auf den Einsatz und die Ernte an der Streuobstwiese im Gewerbegebiet Gangelt-West.

Das Gelände sei nicht nur vorbildlich angelegt worden, sondern erbrachte dank des großartigen Helfereinsatzes, bei dem auch Gäste von den Gangelter Einrichtungen dabei waren, eine reiche Safternte.

Lob gab es auch für den grenzüberschreitenden Naturwerktag, der gemeinsam mit den niederländischen Freunden nun zum siebten Mal stattgefunden hat und auch in Zukunft einen festen Platz im Jahreskalender des Nabu haben solle.

Für die traditionelle Wanderung zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai hat Thomas Henkens für die diesjährige Auflage übrigens eine Route versprochen, bei der auch nicht so mobile Menschen viel erleben können.

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