MVA Weisweiler bis auf Weiteres außer Betrieb

Von: zva/dpa
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Die Müllverbrennungsanlage (MVA) Weisweiler ist derzeit abgeschaltet worden. Das hat die Betreibergesellschaft bekanntgeben. Grund seien deutlich erhöhte Quecksilberwerte in den Rauchgasen, bestätigte Sprecher Michael Uhr am Dienstag einen Bericht dieser Zeitung.

Die Betreibergesellschaft habe die Anlage vorsichtshalber abgeschaltet worden, auch wenn die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten worden seien.

Keine Entsorgungsengpässe zu befürchten

Wenn plötzlich die Werte anstiegen, müsse man daraus schließen, dass jemand illegal Quecksilber entsorgt habe, sagte Uhr. Im Hausmüll dürfe kein Quecksilber sein. Selbst wenn einige Fieberthermometer darunter seien, falle das nicht ins Gewicht.

2001 hatte es eine illegale Müllentsorgung in der MVA mit vergleichbaren Auswirkungen gegeben. Den Schuldigen habe man damals nicht gefunden, aber auf drei Anlieferer eingrenzen können. Quecksilber werde in der Industrie nicht mehr genutzt. „Wenn uns jemand etwas untergejubelt hat, dann hat der Stoff schon zehn Jahre irgendwo gelegen”, sagte Uhr.

Zur Zeit werde der Müll im Vorratsbehälter untersucht. Geprüft werde auch die gesamte Messanlage. „Wir wollen Fehlerquellen ausschließen”, sagte Uhr.

Auch wenn die Anlage nicht arbeite, werde weiterhin Müll aus der Region angeliefert. Es gebe vorerst genug Lagerkapazitäten, deswegen seien keine Zustände wie in Neapel zu befürchten.

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