Mutter: Busse sind „hoffnungslos überfüllt“

Von: Daniel Gerhards
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Oft zu voll? Die Busse der Linie 403 bringen morgens viele Schüler von Karken nach Heinsberg. Foto: Gerhards

Heinsberg-Karken. Sind die Busse, die Schüler aus Karken morgens in Richtung Heinsberg bringen sollen, hoffnungslos überfüllt? So jedenfalls sieht es Mutter Gertie Joosten aus Karken. Sie schildert Fälle, in denen Kinder nicht mitgenommen worden und deshalb zu spät zur Schule gekommen seien.

Udo Winkens, Geschäftsführer der West Verkehr, sagte dazu, dass es aktuell ein „Verteilungsproblem“ auf die Busse gebe. Das Unternehmen denkt über eine kurzfristige Abhilfe nach.

Gertie Joosten hat die Situation mit den „hoffnungslos überfüllten“ Bussen jedenfalls so sehr aufgeregt, dass sie ein Schreiben an den Kreis Heinsberg und den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) aufsetzte. Sie schreibt darin, dass es drei Busse gebe, die um 7 Uhr herum von Karken in Richtung Heinsberg fahren. Und wenn die Schulkinder diese Busse nicht nutzen könnten, dann kämen sie zu spät zur Schule, weil der nächste Bus erst wieder um 7.30 Uhr fahre, so die Kritik von Gertie Joosten.

Falsche Information eines Lehrers

Udo Winkens sagt hingegen, dass seine Mitarbeiter sich die Situation angeschaut und festgestellt hätten, dass es so etwas wie ein „Verteilungsproblem“ gebe. Die meisten Schüler wollten den letzten Bus nehmen, der sie noch pünktlich zur Schule bringe. Und deshalb sei dieser Bus tatsächlich sehr voll. Wenn sich die Schüler auf die drei Busse verteilen würden, gäbe es das Problem nicht. Hier sei eine Information der Schüler wichtig.

Zudem habe es die falsche Information eines Lehrers gegeben, dass die Schüler den Bus der Linie 364, der von Roermond kommt, nicht nutzen könnten, sagt Winkens. Das habe dazu geführt, dass die Busse der Linie 403 noch voller waren.

Gertie Joosten sieht noch ein weiteres Problem. In ihren Augen gefährden zu volle Busse auch die Sicherheit der Kinder. „Es ergibt sich durch die Überfüllung mit viel zu vielen Schülern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Es wird geschoben und gedrängelt – sowohl innerhalb der Busse als auch beim Besteigen der Busse“, so Joosten. Es ist ihrer Meinung nach nur dem Glück zu verdanken, dass noch nichts ernstes passiert sei.

West-Geschäftsführer Winkens sagte, dass normale Busse für rund 90 Fahrgäste auf Sitz- und Stehplätzen ausgelegt seien. Derzeit denke man darüber nach, statt eines normalen Busses einen Gelenkbus einzusetzen. Der könne etwa 140 Fahrgäste mitnehmen.

Gertie Joosten hat mit anderen Eltern nun aber bereits damit begonnen, eine Unterschriftensammlung zu organisieren. Als mögliche Lösung schlägt sie einen Gelenkbus oder einen vierten Bus vor.

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