Wegberg-Beeck - Museum für Volkstrachten: Frisch renoviert und maßgeschneidert

Museum für Volkstrachten: Frisch renoviert und maßgeschneidert

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
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Alles rund ums Beinkleid: Die Ausstellung „Die Hose bewegt“ ist derzeit im Europäischen Volkstrachtenmuseum in Beeck zu sehen. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. Gleich zwei gute Gründe sorgten für ein volles Haus im Europäischen Volkstrachtenmuseum in Wegberg-Beeck. Zum einen die offizielle Wiedereröffnung des Museums nach der Renovierung und zum anderen die Eröffnung der Sonderausstellung „Die Hose bewegt.“

Mit einer kreativen Deckenlösung und einem außergewöhnlichen Beleuchtungskonzept präsentieren sich die unteren Räume, Teppichböden wurden erneuert, Anstriche aufgefrischt: freundlich, hell und modern. Über das Ergebnis freute sich Dieter Göris, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Heimatvereins Wegberg-Beeck, der die Besucher willkommen hieß.

Die Planungen für die Renovierung reichen zurück bis in den Dezember vergangenen Jahres. Ab Anfang Februar haben die Mitglieder des Heimatvereins wieder einmal die Ärmel hochgekrempelt und Hand angelegt. Ziel sei gewesen, im Untergeschoss angemessene Präsentationsräume für Sonderausstellungen zu schaffen, so Dieter Göris.

Für die Stadt Wegberg überbrachte Dr. Monika Broy stellvertretend für Bürgermeister Michael Stock die Glückwünsche zur gelungenen Renovierung: „Aus gutem Grund“, schmunzelte sie, „denn er ist auf Hochzeitsreise.“ Sie bedankte sich herzlich bei allen ehrenamtlichen Helfern. „Ohne sie wären solche Projekte nicht mehr möglich.“

Als Belohnung für die harte Arbeit macht der Heimatverein mit seiner neuen Sonderausstellung auf „schicke Hose.“ Die Geschichte der Hose als Spiegel der kulturellen Entwicklung wird in der Ausstellung „Die Hose bewegt“ nachgezeichnet, von den Anfängen in der Eisenzeit bis heute. Maßgeschneiderte Kniehosen, erste maschinell genähte Konfektion, der Wechsel von der Frontklappe zum Hosenschlitz – Daten und Fakten wurden fein säuberlich zusammengetragen und sind in der Ausstellung nachzulesen, ergänzt von Hosen aus allen Epochen.

Ein ganzer Raum ist der modernen Hose gewidmet, der unverwüstlichen Jeans mit unterschiedlichen Waschungen, Färbungen, Coating, Beschichtungen und „destroyed“ Effekten.

Die sehenswerte Ausstellung entstand durch die Kooperation des Hosenspezialisten Atelier Gardeur mit der Hochschule Niederrhein und dem Theater Krefeld/Mönchengladbach. Konzipiert wurde sie von drei Studentinnen der Hochschule Niederrhein: Barbara Rieger, Magdalena Richter und Marlene Nordhausen. Gregor Laufenberg (Atelier Gardeur) und Hilde Schiffmann-Bürschgens (Hochschule Niederrhein) gaben zur Eröffnung einen kurzen Überblick über die Entstehung der Ausstellung. „Die eigentliche Geschichte der Hose können sie bei einem Rundgang selber erkunden“, luden sie zum Entdecken und Staunen ein.

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