Mundartabend: Sechs Vereine und sechs Dialekte

Von: hewi
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Wegberg. „Dat joav et noch nii.“ Unter diesem vielversprechenden Namen laden der Historische Verein und der Beecker Heimatverein am 9. April zum großen Mundartabend ins Forum ein.

Beide Vereine haben schon oft zusammengearbeitet, wie Karl Küppers vom Historischen Verein betont. Diesmal wollen beide aber mit Verstärkung aufwarten. Dafür konnte unter anderem der Lövenicher Musiker und Mundartdichter Theo Schläger gewonnen werden, der gemeinsam mit der Katzem-Lövenicher Cäcilienchorgemeinschaft dabei sein wird.

Schläger hat schon viele Lieder auf Platt geschrieben und widmet sich vor allem der Jugendarbeit, um für den Gebrauch der Heimatsprache zu werben. Gemeinsam mit Georg Wimmers, der vor allem in Beeck musikalisch aktiv ist, hat Schläger eigens ein Lied für den Mundartabend geschrieben. Darüber hinaus nehmen auch die Heimat- und Mundartvereine aus der Region teil. Neben dem Erkelenzer Heimatverein sind dies der Niederkrüchtener Heimat- und Kulturverein, der Elmpter Klängerclub und der Heimatverein Wassenberg.

Kinder „kallet“ auch Platt

Besonders freut sich Küppers über die Teilnahme des Wegberger Familienzentrums Hand in Hand, das aus den beiden Tageseinrichtungen St. Peter und Paul sowie Rabennest Harbeck besteht. Die Kinder werden sich mit Vorträgen in Mundart am Abendprogramm beteiligen.

Warum diese breite Streuung der Vereine? Dies sei vor allem der Vielfalt der heimischen Mundart geschuldet, betonte Küppers. Schon zwischen Beeck und Wegberg gebe es sprachliche Unterschiede, ebenso zwischen Niederkrüchten und Elmpt. „Die Dialekte lassen sich nicht auf eindeutige und für alle geltende Regeln herunterbrechen“, erklärte er. Daher dürften sich die Besucher am Samstag, 9. April, ab 19 Uhr im Forum Burg Wegberg auf viele interessante grammatische Beispiele freuen, die die Eigenheit der jeweiligen Dialekte darstellen.

Wer die Akteure des Abends kennt, der weiß, dass dies nicht ohne die gehörige Prise Humor vonstattengehen wird. Zu hören sein werden unter anderem das „Klompelied“ und flotte Sprüche „öm Flaas un Trachte“.

Heinz Eßer vom Historischen Verein hat eine Ausstellung mit Fotos zusammengestellt, die jeweils mit Versen auf Platt versehen sind. Der Eintritt ist frei.

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