Mühlenstraße: Keine „große Lösung“ für Unterführung

Von: hewi
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Unübersichtlich und ein Nadelöhr für Fußgänger: die sanierungsbedürftige Bahnunterführung an der Mühlenstraße. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Ausgiebig war im Rat und den Ausschüssen über die Möglichkeit diskutiert worden, die gesamte Verkehrsführung für Autos, Fahrräder und Fußgänger unter der Bahn hindurch im Rahmen einer notwendigen Maßnahme an der Bahnunterführung Mühlenstraße neu zu gestalten.

Die ist nämlich rund hundert Jahre alt und muss von der Bahn daher saniert werden, wobei Verkehrsführung und Abmessungen der Unterführung nicht geändert würden. Daher hatten die Bahn und die Stadt gemeinsam geplant, die Verkehrsführung in diesem Bereich zukunftsfähig zu erneuern. Dazu waren Fördermittel eingeplant, deren Gewährung an einen Eigenanteil der Stadt geknüpft wäre. Bereits im vorigen Jahr waren die Planungen zurückgestellt worden.

Nun berichtete der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg im Bauausschuss, dass die Maßnahme nicht nur auf Eis gelegt sondern begraben sei. „Eine Umsetzung der geplanten großen Lösung ist nicht mehr möglich“, erklärte Lurweg. Per E-Mail war die Stadt Mitte April von der Bahn informiert worden, dass Zeitdruck für das Projekt bestehe und eine „mögliche Zeitschiene für eine große Lösung mit Fördermitteln“ auseinanderlaufe. Bis 2020 sei die Bahnunterführung laut Aussage der Bahn maximal überfahrbar. Dann muss die Bahn handeln. So sei für Ende November 2020 nach der Ausschreibung der Leistung mit dem Einbau einer Hilfsbrücke zu rechnen.

Diese Zeitplanung sieht vor, dass der Antrag auf eine Genehmigung des Bauvorhabens Anfang 2018 eingereicht werden muss. Mit einer Planungsgenehmigung wäre dann Mitte 2019 zu rechnen. Daher, so erläuterte Lurweg weiter, könne ein Förderantrag seitens der Stadt frühestens 2020 gestellt werden. Ob aufgrund der „ungewissen Randbedingungen“ eine Förderung überhaupt in Frage komme, erscheine „höchst ungewiss“. Aus Sicht der Verwaltung seien damit klare Verhältnisse für die weiteren Planungsschritte geschaffen, erklärte der Technische Beigeordnete.

Eine Verbesserung vor Ort solle es trotzdem geben, da der Stadt freigestellt sei, die Ausgestaltung des Straßenprofils innerhalb der vorhandenen Abmessungen frei zu gestalten.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird sich die Stadt dann der zweiten Baustelle zuwenden, die in der zuerst favorisierten großen Maßnahme enthalten war. Denn der Fußgängertunnel zwischen der Neusser und der Mühlenstraße befindet sich in einem maroden Zustand und ist darüber hinaus für Radfahrer zu niedrig und aufgrund der Treppenanlage auch schwer zugänglich.

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