Wegberg - Motorsport-Legende Hans Heyer feiert seinen 70. Geburtstag

Motorsport-Legende Hans Heyer feiert seinen 70. Geburtstag

Von: gp
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Zahlreiche Fotos, Modelautos und Trophäen erinnern in Hans Heyers Büro von sehr erfolgreichen Zeiten und einer großen Karriere im Motorsport. Foto: Passage

Wegberg. Michael Schumacher lernte als kleiner Junge gerade erst laufen – Sebastian Vettel war noch nicht einmal geboren – als Hans Heyer auf den großen Rennstrecken dieser Welt bereits Rekorde und Siege sammelte. Während seiner mehr als 30 Jahre langen, aktiven Rennsportkarriere, brachte es Heyer auf rund 1000 Renneinsätze. Am Samstag wird der Wegberger 70 Jahre alt.

Bereits im jugendlichen Alter recht erfolgreich im Kart-Sport unterwegs, erlag der in Mönchen-gladbach geborene Hans Heyer zu dieser Zeit der Faszination Motorsport. Vater Matthias, der an der Peripherie von Mönchengladbach ein Asphalt- und Betonmischwerk betrieb, brachte seinen Filius zunächst zwecks Ausbildung in einer Lkw-Werkstatt unter. Hier erwarb Hans Heyer das technische Verständnis und Rüstzeug als Grundlage für eine erfolgreiche Motorsportkarriere.

Im Anschluss an die erfolgreiche Zeit im Kart-Sport mit unzähligen internationalen Titeln, stieg er in den Tourenwagen-Sport ein. Als Werkspilot für Ford, Mercedes, Porsche oder Lancia landete Heyer Sieg auf Sieg. Insgesamt stehen drei Meistertitel in der DTM zu Buche. Dreimal trug er sich bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps –zwei Mal auf BMW, einmal mit einem Jaguar – in die Siegerliste ein. Die Europameisterschaft in der Tourenwagenklasse sicherte sich der Wegberger 1974. Weiterhin wurde er drei Mal Vizemeister. In der Gruppe C, der Sportwagen-Prototypen-Klasse, siegte Heyer bei den 1000 Kilometern sowohl in Monza, Mugello, Kyaliam (Südafrika) als auch auf seiner Hausstrecke, dem Nürburgring. In den Jahren 1976 und 1980 wurde der Wegberger Markenweltmeister mit Porsche und Lancia. Neben den nationalen Rennwettbewerben und denen auf europäischer Ebene war Heyer auf allen großen Rennstrecken der Welt zu Hause. So startete er in Mainz-Finthen, auf dem Noris-Kurs von Nürnberg, in Mosport/Toronto, in Daytona und Sebring/USA oder im japanischen Fuji. Überall dort, wo Rennsport der Extraklasse geboten wurde, ging Heyer an den Start und stand anschließend oftmals auf der obersten Stufe des Siegerpodestes.

Eines aber blieb dem Mann mit dem Tirolerhut, ohne den ein Hans Heyer nicht vorstellbar wäre, verwehrt. Ein Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans: „Dieses Rennen zählt auch weiterhin zu den gefährlichsten, die alljährlich im Motorsportkalender stehen. Manche meiner Kollegen haben hier ihr allerletztes Rennen bestritten“, denkt Heyer an seine Einsätze in Le Mans zurück und wirkt sehr nachdenklich dabei. Doch Le Mans ist eine Sache für sich: „Mehrfach in aussichtsreicher Position liegend, ereilte uns kurz vor Rennende immer wieder ein technischer Defekt. Es sollte halt nicht sein“, hat der Wegberger bereits vor langer Zeit das Thema Le Mans zu den Akten gelegt.

Selbst die Teilnahme an einem Formel-1 Rennen steht in den Analen von Hans Heyer: Während des Großen Preises von Deutschland, der 1977 in Hockenheim ausgetragen wurde, saß der Wegberger am Steuer eines ATS/Penske. Als sich seine Karriere dem Ende zu neigte, stieg Heyer auf einen Lkw um: Die Rallye Paris-Dakar bestritt der Mann mit dem Tirolerhut auf einem Lkw und wurde Sieger in seiner Klasse. Im Gesamtergebnis endete er bei dieser Rallye auf dem 28. Platz.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand aber immer das Unternehmen: Auch wenn Sohn Kenneth –inzwischen ebenfalls als Mercedes- Werksfahrer in der GT-Klasse unterwegs – und Heyers Neffe offiziell als Geschäftsführer der Firma mit mehr als 100 Mitarbeitern eingetragen sind, behält sich der Senior, der seinen täglichen Arbeitstag weiterhin mit 10 bis 12 Stunden angibt, das letzte Wort vor. Am Samstag nun feiert Hans Heyer im Kreise der Familie, mit seinen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sowie mit einer illustren Schar von Gästen aus der großen Welt des Sports seinen 70. Geburtstag.

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