Maastricht - Mordopfer in Säure aufgelöst?

Mordopfer in Säure aufgelöst?

Von: lenf
Letzte Aktualisierung:

Maastricht. Im Fall des vermissten Niederländers Mouhammed al J. geht die Polizei davon aus, dass der Fall gelöst ist. Ende November waren nach mehreren Polizeieinsätzen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland Leichenteile gefunden worden.

Einer der beiden Hauptverdächtigen, ein Mann, den niederländische Medien als Ron V. bezeichnen, hat gestanden, Zeuge der töglichen Schüsse auf den Iraker gewesen zu sein und die Leiche des Drogendealers danach in den Keller seiner Wohnung in belgischen Gellik gebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass V. das mit Wissen oder im Auftrag des Bruders von J.s Freundin tat. Zu den Motiven für das Verbrechen gibt es bislang keine weitren Erkenntnisse.

Der Rest des Körpers sei danach durch Ron V. in Salpeter- und Schwefelsäure aufgelöst worden, berichtet die niederländische Zeitung De Telegraaf.

Die beiden Hauptverdächtigen und sechs weitere Personen waren bei einer konzertierten Aktion in den Niederlanden, Belgien und im Selfkant am letzten November-Wochenende festgenommen worden. Dringend der Tat verdächtigt werden eine 57 Jahre alte Niederländerin, die in ihrer Wohnung in Tüddern festgenommen worden war, und besagter 52-jährige Ron V., Niederländer mit Wohnsitz in Belgien.

Zuvor hatten schwer bewaffnete Einsatzkommandos sechs Häuser und Wohnungen durchsucht und acht Personen festgenommen. In der Gemeinde Selfkant war um 4 Uhr morgens eine Wohnung in Tüddern gestürmt worden; gegen 6 Uhr morgens wurde eine weitere Wohnung in Waldfeucht-Haaren durchsucht.

Nach ersten Verhören hatten sich neue Ermittlungsansätze ergeben - es stellte sich heraus, dass der Vermisste bereits am 6. August in der durchsuchten Wohnung in Tüddern erschossen wurde.

In den vergangenen Monaten war sogar in einer niederländischen Fernsehsendung dem Schicksal des verschwundenen Mannes nachgegangen worden - ohne Erfolg.

Der 29-Jährige stammt ursprünglich aus dem Irak, war in Schinveld gemeldet und wohnte in Urmond. Nach niederländischen Medienberichten soll er bereits 2006 wegen internationalen Drogenhandels verurteilt worden sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert