Moderne Technik für die Kläranlage Wassenberg

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Die Kläranlage Wassenberg aus der Vogelperspektive. Rund 25 Jahre nach der letzten Ertüchtigung wird die Anlage jetzt für drei Millionen Euro modernisiert. Foto: Wasserverband Eifel-Rur

Wassenberg. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat erneuert die Schlammbehandlung der Kläranlage Wassenberg. Die Anlage im Gewerbegebiet Forst reinigt das Abwasser aus der Stadt und den umliegenden Ortschaften.

„Die Kläranlage Wassenberg wurde letztmalig in den Jahren 1991/1992 ertüchtigt“, erklärte Verbandssprecher Marcus Seiler. Aufgrund von Verschleißerscheinungen und technischen Neuerungen müssten die betroffenen Anlagenteile ausgetauscht werden. „Nur funktionierende Anlagen können ihre Aufgabe erfüllen und unsere Einleitgewässer wirksam schützen“, begründet Seiler die Investition von drei Millionen Euro.

Unter anderem werden das gesamte Rohrleitungssystem und die Pumpentechnik zur Beförderung und Umwälzung des Schlamms erneuert. Ebenso wird die so genannte „maschinelle Überschussschlammeindickung“ ersetzt. Der Überschussschlamm fällt in der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage an.

Dort reinigen Bakterien das Abwasser und vermehren sich dabei. Ein Teil der Bakterienmasse wird nach Trennung von dem gereinigten Abwasser zur „Weiterarbeit“ wieder in die biologische Reinigung zurückgepumpt, der überschüssige Rest wird durch „Eindickmaschinen“ entwässert und dann im Faulbehälter ausgefault. Das anfallende Klärgas wird im Anschluss in der Heizungsanlage zur Wärmegewinnung genutzt. Diese wird auf eine effizientere und damit ökologischere Heiztechnik umgebaut.

Zusätzlich werden alle elektrotechnischen Anlagen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Zudem werden alte Anlagenteile außer Betrieb genommen, die nicht mehr gebraucht werden. Da eine landwirtschaftliche Nutzung des Schlamms nicht mehr erfolgt, kann die Pasteurisierungs- und Hygienisierungsanlage stillgelegt werden, wodurch erhebliche Betriebskosten eingespart werden.

Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sollen bis Dezember 2018 abgeschlossen werden.

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