Mitmachausstellung: 65 Kisten voller Gedanken zum Tod

Von: Johannes Bindels
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Über den Tod sprechen: Hanno Marheineke, Markus Bruns, Ingrid Beiten, Sabine Heinrichs und Bärbel Windelen (v.l.) inmitten der Ausstellungsobjekten in der Unterbrucher Kirche. Foto: Johannes Bindels
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Bei der Ausstellung „Über den Tod (hinaus)“ sollen die Besucher selbst aktiv werden.

Heinsberg-Unterbruch. „Über den Tod (hinaus)“ lautet der Titel einer Mitmachausstellung in der Kirche in Heinsberg-Unterbruch, die das Team um Propst Markus Bruns, Ingrid Beiten, Bärbel Windeln, Sabine Heinrichs und Hanno Marheineke vorstellte.

„Eine Mitmachausstellung zum Thema Tod, Sterben und Trauer bedeutet, dass wir mit dem Projekt zu einer offenen Auseinandersetzung anregen, indem wir zum Dialog und Mittun die Menschen einladen“, umreißt Ingrid Beiten als Verantwortliche im pastoralen Projekt „Sundayte“ in der Unterbrucher Kirche das neue Konzept.

Der nächste Dialogschritt

Das Zentrum der Ausstellung bilden 65 Kisten, die in der Mitte der Kirche stehen. In ihnen liegen Aktionskarten mit Texten, die zum nächsten Dialogschritt und zum Nachdenken über das Thema Tod, Sterben und das eigene Leben anregen. Eigene Gedanken zum Themenbereich auf eine Wandtafel schreiben zu können, gehöre ebenso zum Mittun wie auf einem Monitor sehen zu können, wie man in dreißig Jahren aussehen werde, werden vom Team weitere Teile der Mitmachausstellung benannt.

Die Ausstellung rege dazu an, sich auch mit den christlichen Werten zu beschäftigen, die den Tod zwar als Teil des Lebens begreiflich machten, aber Freude und Hoffnung in den Mittelpunkt stellten, verwies Sabine Heinrichs auf das Ziel, „ein gutes Leben für alle“ zu gestalten.

Drei Zugänge zum Tod

„Carpe Diem“ – im Sinne von „nichts auf den nächsten Tag zu verschieben“ – bedeute eben nicht, dem Virus der Gleichgültigkeit ausgesetzt zu sein, pflichtete Propst Markus Bruns bei. Den Gedanken an den Tod weit von sich zu schieben, sei ein weit verbreitetes Verhalten, fügte Gemeindereferent Hanno Marheineke an.

Sport zu betreiben und sich gesund zu ernähren, sei das menschlich verständliche Bemühen, möglichst lange nicht sterben zu müssen und mit dem Tod über ein Stückchen weiteres Leben zu verhandeln, verdeutlichte Marheineke diesen Ansatz.

Mit drei Zugängen zum Tod beschäftige sich die Ausstellung. Zur Diskussion, in der die Interessierten sich äußern könnten, ständen das Verhalten „den Tod weit von sich zu schieben und zu tabuisieren“, als weiteres „die beste Vorbereitung für ein gutes und angenommenes Sterben ist ein gutes Lebens“ sowie „alles ist zu jeder Zeit vergänglich und deshalb ist jeder Augenblick des Lebens bedeutsam“.

Die Ausstellung und die Begegnungen mit den Teammitgliedern seien aber auch Gelegenheit für all jene, die in ihrer Trauer im Alltag kein Gegenüber oder keine Trauerbegleitung haben, Hilfen zu bekommen, verwies Bärbel Win- delen als Regionalbeauftragte des Bistums Aachen für die Trauerarbeit auf einen weiteren Aspekt.

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