Wassenberg-Birgelen - Mitglieder des WDR-Sinfonieorchesters wecken Lust auf klassische Musik

Mitglieder des WDR-Sinfonieorchesters wecken Lust auf klassische Musik

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
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Gebannt lauschende Grundschulkinder erleben eine Sternstunde des Musikunterrichts in der Grundschule Birgelen. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg-Birgelen. Es wird oft im Leben von Win-win-Situationen gesprochen. In der Grundschule Birgelen waren nun in der Tat die Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer die Gewinner einer außergewöhnlichen Stunde. Mitglieder des WDR-Sinfonieorchesters waren zu Gast und spielten Musikbeiträge von Wolfgang Amadeus Mozart.

Eine Bewerbung der Schule beim Westdeutschen Rundfunk war dem vorausgegangen und die Schule hatte Losglück gehabt. Die Unterrichtsinhalte für alle Kinder der Schule standen unter dem Motto „WDR macht Schule – Dackl trifft Mozart“.

Ziel der landesweiten Aktion in 100 Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen war, die Kinder an die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart heranzuführen und Lust auf Musik zu wecken. Eine ganze Woche lang besuchten kleine Teilensembles des WDR-Orchesters die Schulen, spielten kleine Stücke aus Mozarts Repertoire stellten sich den Fragen der Kinder zu Mozart und ihren Instrumenten.

„Wir haben uns Anfang des Jahres für eine Teilnahme beworben und hatten Glück, dabei zu sein“, beschrieb die Schulleiterin Barbara Schillings den Beginn des Projektes. Der Schule seien vom WDR-Planungsteam dann Vorbereitungsmaterialien zugesandt worden. Informationsblätter für die Lehrerschaft und altersgemäße Lernblätter für die jeweiligen Altersstufen.

Wichtiger Lehrinhalt

So standen den Klassenstufen 1 und 2 ein Mozart-Memory zur Verfügung, um etwas über das Leben Mozarts und seine Musik zu erfahren. Mit den höheren Altersstufen seien im Musikunterricht bekannte Weisen von Mozart mit Klangkörper nachgespielt worden. Alle Kinder hatten dazu das Lied „Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün“ eingeübt.

Dass für die Schule Musik ein wichtiger Lehrinhalt sei, könne an der eingerichteten Bläserklasse nachvollzogen werden, betonte deren Leiter, Jan van Hulten, Dirigent des Musikvereins Eintracht Birgelen. „Mozart war im Alter der jetzigen Schulkinder, als er seine ersten Musikstücke komponierte“, verwies er auf eine besonders die Kinder faszinierende Tatsache.

Mehr als 200 Kinder erlebten dann gleich zum Beginn klassische Musik in Form der Kammermusik mit Mozarts „Kleine Nachtmusik“, gespielt von Nina Arnold (Bratsche), Adrian Bleyer (Geige) und Sebastian Engelhardt (Cello). In eingespielten Videosequenzen erzählte die bekannte Trickfigur „Dackl“ in kindgemäßer Weise aus dem Leben Mozarts.

Methodisch geschickt wurde damit die Aufmerksamkeit bei den Kindern gebündelt. Die Frage, welchen Kosename Mozart hatte, wurde im Chor von den Kindern beantwortet mit „Wolferl“.

In didaktisch kleinen Einheiten erlebten die Kinder klassische Musik aus der Zeit der Wiener Klassik; erfuhren, was ein Menuett ist, konnten erlerntes Wissen zu Mozarts Reisen und Leben wiedergeben und wurden von den WDR-Musikern über die Unterschiede von Geige, Bratsche und Cello informiert, indem sie typische Akkorde auf den jeweiligen Instrumente vorspielten.

Begriffe wie Bogen und Kolophonium, ein Harz, mit dem die Saiten des Bogens bestrichen werden, damit die Rosshaarsaiten von Geige, Bratsche und Cello den gewünschten Haftgleiteffekt erhalten, bereicherte die Sprache der Kinder.

Gemeinsames Singen

Höhepunkt des Projektes war das gemeinsame Singen des Liedes „Komm, lieber Mai und mache“ unter Begleitung des Ensemble-Trios.

In Birgelen waren alle Teilnehmer Gewinner und erlebten zuhauf Win-win-Situationen. Dass die Kinder auch die Rätselfrage, wie der Kosename laute, beantworten konnten, war bei der erlebten Begeisterung klar und erhöhte die Chance, einen zusätzlichen Gewinn zu erhalten.

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