Mitarbeiter der Tafel packen 200 Weihnachtstüten

Von: Anna-Petra Thomas
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Pfarrer Sebastian Walde und die Kirchenmaus begrüßten alle Gäste persönlich mit einem kleinen „Pfotendruck“. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Das ließ sich die kleine Kirchenmaus auf der Hand von Pfarrer Sebastian Walde nicht nehmen: Ihre kleine Nikolausmütze hatte sie aufgesetzt und begrüßte persönlich jeden Besucher, der zum Weihnachtskaffee und zur Ausgabe der Weihnachtstüten in die Räume der Heinsberger Tafel gekommen war.

Vor allem die Händchen der kleinen Besucher drückte die Maus mit ihren ebenso kleinen Pfötchen ganz lange. Noch mehr staunten die Kinder dann aber über den Nikolaus, der nur für sie auf seiner langen Reise seit dem Nikolaustag noch zur Tafel gekommen war und für sie über die vollgepackte Weihnachtstüte für die ganze Familie hinaus noch ein liebevoll verpacktes Weihnachtsgeschenk mitgebracht hatte.

Insgesamt 200 Weihnachtstüten hatten die Mitarbeiter der Tafel gepackt. Vor allem der Aufruf unserer Zeitung und der Bericht über die Notsituation bezüglich rückläufiger Unterstützung habe viele Menschen noch zu Spenden motiviert, freuten sich Geschäftsführer Heinz-Werner Küpper und der stellvertretende Vorsitzende Kurt Kornmesser. „Die Menschen brachten uns ganze Kartons mit Marmelade oder Pfirsichen in Dosen“, erzählte Küpper. Mit ihren Autos hätten die Menschen vor der Tafel sogar Schlange gestanden, um ihre Spenden auszupacken und abzugeben, ergänzte Kornmesser.

Und so freute sich Tafel-Vorsitzender Sebastian Walde sehr, dass auch in diesem Jahr am Tag der Ausgabe für alle genug da war, um alle Tüten gut gefüllt weiterschenken zu können. Richtig weihnachtlich und gemütlich empfand Schirmfrau Annegret Krewald, Leiterin des Heinsberger Kreisgymnasiums, die Atmosphäre in der Tafel, wo die Gäste an liebevoll gedeckten Tischen Platz genommen hatten.

Sicherlich seien mit dem Weihnachtsfest nicht alle Probleme gelöst. „Es läuft nicht alles glatt, aber hier sind Menschen, die sich um Menschen kümmern. Das ist das Wichtigste im Leben“, betonte sie. „Sich Zeit nehmen zum Zusammensein!“ Dass dies bei der Heinsberger Tafel so ist, bestätigte Anabel Benson aus Nigeria, die mit ihren beiden Mädchen Christabel (3) und Melody (zwei Monate) zur Feier gekommen war. „Die lieben uns hier“, erklärte sie strahlend.

Nachdem der Chor der Tafel-Mitarbeiter ein „Kling Glöckchen“ angestimmt hatte, machten sich die Schirmfrau und der Nikolaus daran, die extra Geschenke an die Kinder, rund 100 an der Zahl, zu verteilen. Finanziert hatte sie auch in diesem Jahr wieder eine „stille“ Spenderin. Ein Heinsberger Spielwarenhändler hatte für alle Kinder bis zum Alter von zehn Jahren passende Geschenke ausgewählt, verpackt und etikettiert. Die übrigen Kinder im Alter bis zu 14 Jahren erhielten einen Gutschein, den sie gegen ein Geschenk ihrer Wahl eintauschen können.

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