Mit rund 4000 Euro Rekordergebnis beim Fenstersingen

Von: anna
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Über den Rekord freuten sich Franz und Doris Laibach mit Heinz-Gerd Schröders (hinten, v.l.) Angela Tellers, Klaus Wambach und Birgit Philippen (vorne, v. l.). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Eine Vier hatten wir noch nie vorne!“, flüsterte Birgit Philippen, eine der drei Musikanten des Heinsberger Fenstersingens, ganz leise am Altar. Dann stimmte sie zusammen mit Angela Tellers und Klaus Wambach vor der Familienmette in St. Hubertus in Kirchhoven ein „O Tannenbaum“ auf ihrem Akkordeon an.

Tatsächlich ist die diesjährige Aktion, bei der einschließlich des ersten Adventssonntags am 27. November sogar an 25 Tagen immer abends um 18 Uhr vor einem anderen Fenster in der Stadt gesungen wurde, mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen. 3935,24 Euro waren es genau, die im Spendensäckchen landeten, das jeden Abend seine Runde machte. 65 Euro legten die Musikanten noch obendrauf, und so waren es tatsächlich am Ende 4000,24 Euro für den guten Zweck.

Auch Anke Beckers, Leiterin der Wortgottesdienstfeier in der Kirche, fand nur Lob für die von Franz und Doris Laibach vor vielen Jahren ins Leben gerufene Aktion, deren Erlös in diesem Jahr dem Förderverein für die Palliativstation im Heinsberger Krankenhaus zugutekam.

Das Lied mit dem Titel „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer erscheine ihr sehr passend für die Arbeit, die auf dieser Station geleistet werde, erklärte Doris Laibach in einer kurzen Ansprache. „Von guten Mächten treu und still umgeben – behütet und getröstet wunderbar“, zitierte sie aus dem Liedtext und fügte rhetorisch hinzu: „Gibt es eine schönere Umsorgung in der Lebensphase, die durch Krankheit und Leiden gezeichnet ist?“

Helfende, liebevolle Betreuung durch die Ärzte und das Personal, gepaart mit einer schmerzlindernden Versorgung würden diese Station des Krankenhauses ganz besonders auszeichnen. „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“, zitierte sie weiter aus dem Liedtext.

„Vielleicht fällt den Kranken die vielleicht letzte Phase ihres Lebens leichter, ohne Angst und mit dem Glauben und mit der Zuversicht, die Sie ihnen schenken“, schloss Doris Laibach direkt an Krankenhaus-Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders gewandt, dem sie dann einen großen Spendenscheck übergab.

Mit großem Erstaunen nehme er diesen hohen Betrag zur Kenntnis, erklärte Schröders, als er wie Doris Laibach zuvor den Gastgebern und Teilnehmern am Fenstersingen für ihre Spenden dankte. Schließlich zauberte er ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher in der Kirche, als er von einer Anekdote des Fenstersingens berichtete, die seine Schwiegermutter beobachtet hatte.

Der kleine Neffe der Gastgeber hatte dort den Auftrag erfüllt, mit dem Spendensäckchen die Runde zu machen und seinen Wunsch nach großen Scheinen wie folgt erklärt: „Es muss nicht nur klingeln!“

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