Mit regionalen Produkten Geschmacksvielfalt bewahren

Von: anna
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Wassenberg-Effeld. Salat von Effelder Spargel, Rhabarber als Beilage zum Schweinebraten oder mit Karkener Erdbeeren gefüllte Ravioli: Das sind nur drei der „Regio Happen“, die für einen Abend im Haus Wilms in Effeld auf der Speisekarte standen. „Regio Happen“ sind dabei ganz besondere Leckereien, denn sie werden mit Lebensmitteln hergestellt, die von Erzeugern aus der deutsch-niederländischen Grenzregion stammen.

Bezeichnet werden damit zugleich neue kulinarische Treffen in Restaurants diesseits und jenseits der Grenze, die eine überregionale Arbeitsgruppe mit Namen „Tuin van de Smaak / Esskultur an der Rur“ ins Leben gerufen hat. Sie wiederum besteht aus Anhängern der sogenannten Slow-Food-Bewegung, die sich unter anderem für die Erhaltung regionaler Produkte und Speisen einsetzt, um die Geschmacksvielfalt zu bewahren. Weltweit engagieren sich Gruppen – so auch in Limburg und Aachen – für eine nachhaltige, artgerechte und sozial gerechte Produktion ohne künstliche Hilfsmittel sowie für direkte Kontakte zwischen Produzenten, Händlern und Verbrauchern.

Nach dem ersten „Regio Happen“ im Kasteel Daelenbroeck im niederländischen Herkenbosch war die Veranstaltung nun im Effelder Haus Wilms zu Gast. Chefkoch Peter Regen und sein Team hatten für die knapp 80 Gäste ein Fünf-Gänge-Menü zusammengestellt, zu dem seine Frau Birgit Wilms-Regen gemeinsam mit Henk Hoogakker und Marian van Pol von Slowfood Limburg willkommen hieß. „Hartelijk welkom“ rief sie den Gästen dabei zunächst in Niederländisch zu und erwies sich auch im Laufe des Abends als Kennerin der Sprache des Nachbarlandes.

Nach dem Entrée mit hausge­backenem Brot kündigte Birgit Wilms-Regen als ersten Gang ein Stückchen Störfilet unter einer Bärlauchkruste an. Der Fisch stamme aus einer Aufzucht in Mönchengladbach, berichtete sie. Besonders gut kam bei diesem Gang als Beilage der Salat aus geraspeltem, rohen Effelder Spargel an. Nicht fehlen durfte als weiterer Gang die in einer Kaffeetasse servierte Spargelsuppe. Ungewöhnlich dann wieder die Beilage beim dritten Gang: Rhabarber gab es zu einer Kostprobe von gegrilltem ­Nacken eines Livar-Klosterschweins, das an der Abtei Lilbosch in Echt gezüchtet wird. Begeistert waren die Gäste anschließend von einem Stückchen ausgelösten Kotelett, das von einem kleinen Milchlamm stammte. Das Erdbeerravioli in Vanilleschaum, dazu ein Ragout aus Erdbeeren und ein Erdbeersorbet rundeten das Menü ab, für das Peter Regen und sein Küchenteam anschließend viel Applaus ernteten.

Aus der Region stammten auch Wein und Bier, die passend zu den Speisen gereicht wurden. Von ­einem Weingut im belgischen Maaseik kamen ein Grau- und ein Spätburgunder. Zum gegrillten Schwein gab es ein biologisches Weißbier aus dem limburgischen Gulpen.

Die Initiative will einen Teil des Erlöses einem sozialen Projekt zukommen lassen.

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