Mit Musiknacht der Integration einen Schub geben

Von: hewi
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Engagiert: (v.l.) Franz Thiel (Willkommen in Erkelenz), Hans-Josef Mertens (Kreissparkasse), Fred Feiter, Christina Verboket (Kultur GmbH), Bürgermeister Peter Jansen, Dr. Veit Luxem (Volksbank), Dr. Hans-Heiner Gotzen (Stadt Erkelenz), Patrick Beckers (NEW) und Christoph Stolzenberger (Kultur GmbH). Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Über 1000 verkaufte Karten, 13 Bands an den „schönsten Locations der Stadt“ und 7000 Euro für die Flüchtlingsarbeit in Erkelenz. Die Bilanz der zweiten Erkelenzer Musiknacht im Mai kann sich sehen lassen.

Da waren sich der Ideengeber und Organisator Fred Feiter und die Vertreter der Stadt sowie der drei Hauptsponsoren Kreissparkasse, Volksbank und NEW einig. Bürgermeister Peter Jansen bemühte erneut die ungeschriebene rheinische Regel, nach der eine Veranstaltung beim dritten Mal eine „Traditionsveranstaltung“ sei. Diesen Status habe die Musiknacht bereits bei der zweiten Auflage erreicht.

Die Idee zu dieser musikalischen Leistungsschau hatte Feiter im vorigen Jahr. Schnell hatte er Musiker, Orchester und Bands gefunden, die bereit waren, kostenlos und für einen guten Zweck dabei zu sein. Die Volksbank und die Sparkasse öffneten ihre Türen für den abendlichen Konzertmarathon ebenso wie die Kirchen und die Stadt. Das musikalische Spektrum reichte vom Jugendorchester des städtischen Musikvereins bis hin regional bekannten Bands wie „Beets´nberries“, „3 Männ sing“ oder „Hätzblatt“. In diesem Jahr war auch die Stunkband mit den schönsten Melodien der letzten Stunksitzungen dabei. Zusätzlich hatte man die Burg für ein „Wohnzimmerkonzert“ am Kamin mit einbezogen. Die ganze Stadt war einen Abend lang unterwegs und mancher schnupperte auch mal in eine bislang unbekannte Musikrichtung hinein.

Der Erlös von 7000 Euro kommt der Flüchtlingshilfe zugute. Er wird jeweils zur Hälfte dem Verein Willkommen in Erkelenz und dem Arbeitskreis Flüchtlinge für die Arbeit zur Verfügung gestellt. Der Arbeitskreis ist kein Verein und wurde deshalb von der städtischen Walter-und-Elfriede-Meyer-Stiftung vertreten.

Franz Thiel vom Flüchtlingshilfsverein dankte den Künstlern und Sponsoren für ihr Engagement. Der Prozess der Integration werde noch einige Jahre in Anspruch nehmen, betonte er. An die Stelle der reinen Daseinsfürsorge trete in Zukunft die Ermöglichung der Integration durch Sprachkurse und Maßnahmen zur Qualifizierung.

Auch der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Hans-Heiner Gotzen betonte, dass „das Thema noch nicht beendet“ sei. In nächster Zeit seien rund 20 Neuzuweisungen pro Woche zu erwarten. Bis zum Jahresende rechne er mit rund 240 neuen Flüchtlingen in Erkelenz.

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