Mit Kind und Kegel auf zum Zuckerhut: Familie Gilleßen in Brasilien

Von: sev
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Das Outfit für die Reise ins WM-Land Brasilien passt: Die drei Selfkänter Henning, Melanie und Tochter Elisa-Marie Gilleßen freuen sich auf die gemeinsame Zeit am Zuckerhut. Foto: F. Severins

Selfkant-Höngen. Am Sonntag, 15. Juni, geht für Henning Gilleßen ein Traum in Erfüllung: Es geht nach Brasilien zur FIFA Fußball WM 2014 – mit dabei im Gepäck hat der 38-Jährige seine Frau Melanie und die gemeinsame Tochter Elisa-Marie.

Die Reise hat Gilleßen schon vor gut einem halben Jahr gebucht, sagt der Postzusteller der Deutschen Post, denn kurze Zeit später explodierten die Preise in die Höhe. Als am Nikolaustag des vergangenen Jahres dann endlich die WM-Gruppenauslosung stattfand, saß er natürlich wieder den ganzen Tag vor dem Laptop, schließlich mussten sämtliche Reisen zu den jeweiligen Spielorten gebucht werden. „Mit der Auslosung hatte ich großes Glück“, sagt der 38-Jährige. „Die drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft sind von Praia do Forte/Imbassai aus, wo unsere Hotelanlage liegt, sehr gut zu erreichen.“

Sechs Meter lange Zaunfahne

Das erste Spiel am Montag, 16. Juni gegen Portugal findet in der Arena Fonte Nova zu Salvador de Bahia statt. „Da geht’s dann in gut eineinhalb Stunden mit dem Mietwagen hin“, erzählt Gilleßen. Zum zweiten Spiel am 21. Juni gegen Ghana im Stadion Castelao zu Fortaleza hat er ebenso einen Inlandsflug von Salvador aus gebucht wie zum letzten Gruppenspiel in Recife gegen die USA (26. Juni). „In Recife werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht im Atlantik schwimmen gehen“, sagt Gilleßen.

Dort gibt es zwar einen der schönsten Strände Brasiliens, aber einen der gefährlichsten. Jedes Jahr werden dort nämlich Badegäste von Haien attackiert. Seine Frau und die fünfjährige Tochter bleiben jedoch in der Hotelanlage und reisen nicht mit zu den Spielen. „Das wäre zu stressig für unsere Tochter“, sagt die 25-jährige Altenpflegerin.

Auf jeden Fall aber mit im Gepäck hat der Postbote seine sechs Meter lange Zaunfahne mit der Aufschrift „Selfkant“. Mit diesem Banner reist der verrückte Fußball- Fan seit Jahren der deutschen Fußballnationalmannschaft und dem Team von Borussia Mönchengladbach rund um den Globus hinterher. „Brasilien wird kilometertechnisch die weiteste Reise sein, die ich je für den Fußball gemacht habe“, meint der Selfkänter.

Auf die Frage, welche seiner Touren denn am schönsten war, hat er mehrere Antworten parat. „Alle Europapokaltouren mit Borussia natürlich, aber die USA-Reise der Nationalmannschaft im vergangenen Jahr war auch klasse – kein Wunder bei Zielen wie New York, Washington DC und Miami.“

Relaxen an der Copacabana

Rund 40 Länder hat der Fußballverrückte mittlerweile bereist – und das meistens ohne seine Frau und Tochter. „Ich bin froh, dass meine Frau so viel Verständnis dafür aufbringt, ohne das würde es nicht klappen. Meine Eltern müssen auch oft einspringen und den Babysitter spielen, darüber bin ich sehr dankbar und glücklich“, sagt Gilleßen. Dafür geht es aber zwischen den Spielen zusammen mit Frau und Kind nach Rio de Janeiro. „Wenn man einmal in Brasilien ist, dann muss man natürlich Rio gesehen haben“, sagt er.

Copacabana, Zuckerhut und Christus-Statue werden nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten sein, die sie in der Millionen-Metropole besichtigen werden. „Am ersten Tag haben wir schon eine komplette Stadttour mit einem deutschen Tourguide gebucht. Den zweiten Tag werden wir an der berühmten Copacabana am Strand liegen und relaxen“, freut sich die 25-Jährige.

Auf die Frage, wer denn Weltmeister wird, sind sich alle einig: „Brasilien ist der Favorit, aber Deutschland wird allen Unkenrufen zum Trotz auch weit kommen – Turniermannschaft halt“, ist sich die kleine Familie einig.

Nach 15 Tagen Brasilien ist dann für alle drei der Urlaub auch wieder vorbei. Doch vielleicht geht es ja für Henning Gilleßen am 13. Juli wieder nach Rio. An dem Tag steigt nämlich das Finale.

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