Mit Herzblut und furiosem Finale: Open Stage

Von: hewi
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Kultur nachhaltig fördern: Frank Rimbach (l.) und Christoph Stolzenberger. Foto: hewi

Erkelenz. Im September 2014 begannen Frank Rimbach und sein musikalischer Kompagnon Norbert Krüger mit der Veranstaltungsreihe Open Stage. Am kommenden Samstag steht das große Saisonfinale an. Teilnehmen werden die Gewinner der letzten sechs Veranstaltungen. Dem Sieger winkt ein Auftritt auf dem nächsten Lambertusmarkt.

Das Konzept, mit dem die beiden angetreten waren, kommt bei den Erkelenzern an. Nachwuchskünstler können in der Leonhardskapelle ihr Können unter Beweis stellen. Das Angebot gilt nicht nur für Musikbands, obwohl diese die Mehrzahl der mittlerweile 43 Acts mit 108 Künstlern ausmachen. Auch Autoren, Comedians oder Kabarettisten sind bei der Open Stage willkommen, betont Frank Rimbach.

Im Erkelenzer Kulturmanager und Geschäftsführer der städtischen Kultur GmbH, Christoph Stolzenberger, fanden Rimbach und Krüger schnell einen Unterstützer, der ihnen die Leonhardskapelle zur Verfügung stellte und auch logistisch unter die Arme greift. „Ich hatte mich auf ein langes Gespräch eingestellt“, erinnerte sich Rimbach an das erste Treffen. „Doch nach drei Minuten waren wir schon auf dem Weg zur Leonhardskapelle.“ Die sei für eine Veranstaltung dieser Art ideal geeignet, betonte Rimbach.

Kulturmanager Stolzenberger betont, dass er in der Open Stage eine Bereicherung für das kulturelle Leben in der Stadt sieht. Erkelenz sei für kulturelles Engagement gut geeignet. Dies belegten auch Projekte wie die Acoustic Night, Sing mal Lieder oder die Leseburg. Seine Aufgabe bestehe auch darin, solches Engagement zu fördern und – wenn nötig – auch den Weg dafür zu ebnen. „Kultur einzukaufen ist einfach“, erklärt er. „Aber dazu beizutragen, das sie wächst und erblüht, ist sinnvoller und nachhaltiger.“

Ein Kompliment hat Rimbach auch für das Erkelenzer Publikum parat. „Die Leute kommen, selbst wenn sie nicht wissen, was passiert“, betont er. Trotzdem hat er vor, das Bewertungssystem zu ändern. In das war das Publikum bisher aktiv einbezogen, indem fünf Zuschauer jeweils fünf Punktetafeln bekamen und dann die Künstler bewerten konnten. Dies habe im Publikum jedoch zu vielen Diskussionen geführt, „weil jeder die Punkte anders verteilt hätte“. Daher wird es in Zukunft eine eigens eingerichtete Jury geben.

Neue Erfahrungen

Die höchstmögliche Punktzahl von 25 erreichten bisher nur Nora & Tobi aus Mönchengladbach, die am kommenden Samstag natürlich auch antreten.

Nicht dabei sein wird Kabarettistin Liza Kos, die sich auf Deutschlandtour befindet. „Für viele junge Künstler ist es eine neue Erfahrung, wenn sie hier hofiert werden wie Stars“, sagt Rimbach. Daher werde großer Wert auf den Backstage-Bereich, die Betreuung und sogar ein warmes, freundliches Bühnenlicht gelegt. Und wenn dann auch noch ein Auftritt auf der großen Bühne des Lambertusmarktes winkt, ist man doppelt motiviert.

„Das Wort Herzblut ist zwar aus der Mode gekommen, aber genau das ist es, was unsere Veranstaltungsreihe auszeichnet“, sagt Rimbach.

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