Heinsberg-Oberbruch - Mit Erste-Hilfe-Tipps zurück in die Schule

Mit Erste-Hilfe-Tipps zurück in die Schule

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:

Heinsberg-Oberbruch. Spiel und Sport, aber auch viel Wissenswertes stand auf dem Programm der ersten Ferienspiele, die das evangelische Jugendheim Oase und das Jugendamt der Stadt Heinsberg mit seiner Sozialarbeit in Oberbruch in dieser Woche gemeinsam angeboten haben.

Neun Teilnehmer, alles Schüler der Gesamtschule oder Besucher der Oase im Alter von elf bis 13 Jahren, zählte das Projekt. Darüber hinaus waren fünf Praktikanten beteiligt, alle zusammen unter der Leitung von Angela Simon von der Oase und von Schulsozialarbeiterin Silke Esser.

„Wir hätten 20 Plätze gehabt“, erklärt Silke Esser. Dass nicht alle besetzt seien, liege sicher daran, dass das Angebot ganz neu sei. Andererseits habe die kleine Gruppe aber auch ihre Vorteile gehabt. „Im Laufe der Woche ist eine richtig familiäre Atmosphäre entstanden, die den Schülern sehr gut tut“, sagt sie. „Wir haben viel gelacht und wir hatten Spaß. Das lässt der Schulalltag nicht immer so zu“, zieht sie ein positives Resümee nach der ersten Woche. Gemeinsam mit ihrer Kollegin will sie das Angebot ausbauen und im kommenden Jahr eventuell auch in den Oster- oder in den Sommerferien Ferienspiele für die jungen Oberbrucher anbieten. „Ich hoffe, dass ihr in der Schule davon erzählt, und dass wir dann nächstes Jahr mehr sind“, sagte sie den Teilnehmern, die allesamt mit Begeisterung bei der Sache waren, auch bei den ernsteren Themen.

Eines dieser ernsten Themen war der Ausflug der Ferienwoche, bei dem die Schüler nach einem gemeinsamen Mittagessen in Heinsberg beim Kristallisationspunkt gegen Armut und für Integration (KAI) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu Gast waren. Kathi Wechner, die dort nach ihrer Ausbildung als Familienpflegerin ihr Anerkennungsjahr macht, führte die Schüler zunächst in zwei Gruppen durch die Einrichtung. Von ihr erfuhren sie viel über das Engagement des DRK für die Flüchtlinge in der Region. Junge Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan berichteten den Schülern von ihrem Schicksal. Interessiert waren die Schüler vor allem an den „Reisen“, die die fünf Flüchtlinge bis nach Deutschland hinter sich hatten.

Und dann wird es ganz still...

Wie es so sei hier in Deutschland, wollte dann einer der Schüler von Emad (27) wissen. „Ich kann schlafen“, sagte er und berührte seine jungen Zuhörer mit diesen drei Worten sehr. Ganz still wurde es im Raum, als Emad von der Liebe zu seiner Mutter erzählte, die niemals ihre Heimat verlassen und nach Deutschland kommen würde. „Aber was ist ein Leben ohne Mutter?“, fragt er traurig in die Runde, fügte dann jedoch schon optimistischer in die Runde: „Man kann auch ein neues Leben beginnen.“ Lauter wurde die Begeisterung dann wieder, als Emad die Schüler zum Abschluss ihres Besuchs in die Schreibweise des arabischen Alphabets einführte.

Wissenswertes zum Thema Erste Hilfe erfuhren die jungen Besucher darüber hinaus von DRK-Lehrrettungssanitäterin Eva Schmidt. Weiter gehörten zu der abwechslungsreichen Woche Handwerkliches wie die Erstellung einer Fotocollage, die kreative Arbeit an einem Exponat mit Hilfe eines Schuhkartons oder die Fertigung von Lederarmbändern. Sportlich ging es zu bei einem Tischtennisturnier oder beim Airhockey. Auch die neuen Medien durften nicht fehlen, etwa bei einer Erkundung von Oberbruch mit einer App.

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