Mit der Note 2,7 liegt Heinsberg besser als der Schnitt

Von: Rainer Herwartz
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Gutes Angebot bei Handel und Dienstleistern, aber schlechte Parksituation: so empfinden es viele Heinsberger Besucher. Foto: Rainer Herwartz
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Peter Heinrichs: „Heinsberg liegt insgesamt knapp besser als der Durchschnitt." Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen der Heinsberger Innenstadt? Antworten auf diese Fragen liegen nun vor – schwarz auf weiß. Auch einige Überraschungen führten die Passantenbefragungen im September letzten Jahres zutage.

 Zum Thema „Vitale Innenstädte 2016“ hatten der Gewerbe- und Verkehrsverein Heinsberg und die Stadt beim Institut für Handelsforschung IFH in Köln die Umfrage in Auftrag gegeben. Als eine von insgesamt 121 Städten. Gewerbevereinsvorsitzender Peter Heinrichs nennt uns schon vor der Vollversammlung des G & V am 14. Februar einige Ergebnisse der Untersuchung.

„Die Innenstadt wurde als Ergebnis von 233 Befragungen mit der Note 2,7 bewertet. Der Durchschnitt aller Städte war 2,8“, sagt Heinrichs, um gleich einige „Auffälligkeiten“ nachzuschieben im Vergleich zum Durchschnitt der übrigen teilnehmenden Städte: Die Erreichbarkeit mit dem Pkw wurde demnach mit 2,0 (Schnitt 2,2) positiv bewertet, bei den Parkmöglichkeiten aber mit 3,3 deutlich schlechter als der Schnitt (2,9).

Dies unterstreiche noch einmal den dringenden Handlungsbedarf, meint Heinrichs. Die Gestaltung der verkaufsoffenen Sonntage, die die Arbeitsergebnisse des G & V sichtbar mache, sei mit 2,3 (Schnitt: 2,8) als sehr positiv bewertet worden. Die Ladenöffnungszeiten wurden in Heinsberg mit 2,5 besser bewertet als im Schnitt (2,7). „Das Gastronomieangebot wird von den Kunden in Heinsberg mit 2,0 sehr gut im Vergleich zu 2,5 im Schnitt bewertet“, freut sich Heinrichs. „Ähnlich positiv wird das Einzelhandelsangebot der Stadt empfunden (2,3 zu 2,7) sowie auch das Dienstleistungsangebot mit 2,0 zu 2,2.

Dies führt laut Aussage der Befragten zu einer starken Kundenbindung in der Stadt.“ Die „Lebendigkeit von Heinsberg“ werde mit 2,5 zu 2,9 sicher auch als Folge daraus als überdurchschnittlich besser empfunden, glaubt der Einzelhändler. Die gute Erreichbarkeit der Stadt mit ihrem vielfältigen und guten Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsangebot führe letztlich auch zu einer hohen Verweilqualität.

Und wo liegen die Schwächen? „Zu wenig Parkplätze, eingeschränktes Freizeitangebot, noch kein freies WLAN“, zählt Heinrichs auf. Letzteres wünschten sich 46,5 Prozent der Befragten. Es werde aber in Kürze verfügbar sein.

„Die Schwäche Parkplatzknappheit kann nur mithilfe von Stadtrat und Stadtverwaltung gelöst werden. Wir hoffen, dass hier kurzfristig Lösungen erarbeitet werden. Als nicht gut wird die Verkehrsführung in der Stadt bewertet. Diese sei nicht logisch nachvollziehbar, was die Bildung einer Projektgruppe Verkehrsführung im März auslösen wird.“

Überraschend, so Heinrichs, sei die Bewertung der Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem ÖPNV, „weil wir mittlerweile mit Bus und Bahn unmittelbar im Zentrum sehr gut erreichbar sind“. Die Besucherbewertungen lagen jedoch mit 3,0 deutlich schlechter als der Schnitt mit 2,4. „Weiterhin überraschend empfinden wir die Bewertung der Sehenswürdigkeiten mit 3,5 zu 3,0 im Schnitt.“ Sehenswert ist die Studie allemal und Stoff für Diskussionen wird sie auch bieten. Vielleicht schon auf der Vollversammlung des G & V.

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