Mit den Augen im Sessel reisen

Letzte Aktualisierung:
5286362.jpg
Katharina Sauer und Melanie Gebhardt (r.), Leitung Sozialer Dienst, vor dem Werk „Kap der Guten Hoffnung“.

Erkelenz. Sich gedanklich auf eine weite Reise zum Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas, nach Island oder auf die Inselgruppe der Lofoten vor Norwegen begeben, dies fällt den Bewohnern des Johanniter-Stifts Erkelenz derzeit nicht schwer.

Haben sie doch die Motive von den schönsten Ansichten jener fernen Orte noch bis Mitte Juni mit der Ausstellung „Von Island bis zum Kap der Guten Hoffnung“ von Katharina Sauer vor sich. Alle diese Werke sind vor Ort in der Landschaft entstanden und deshalb gleichsam authentisch wie künstlerische topografische Reiseschilderungen.

„Ich reise sehr gerne durch die ganze Welt“, bekannte die Wassenbergerin bei der Ausstellungseröffnung im Rahmen des Ostermarktes. Meist in Aquarell, manchmal auch in Acryl finden sich hier sehenswerte Landschaften und Ansichten, die jedoch von Katharina Sauer nicht akribisch detailliert auf die Leinwand gebannt wurden, sondern sich durch einen oftmals kühnen Pinselstrich auszeichnen.

Dabei bedient sie sich einer farbenreichen Palette, um ihre Impressionen von einem ganz bestimmten Blickwinkel aus umzusetzen. Unter ihren Motiven finden sich bekannte wie unbekannte Ansichten wie beispielsweise das Alsterufer von Hamburg oder die Speicherstadt. Katharina Sauer ist fasziniert von der Landschaft und von dem Besonderen in ihr. So hat sie eine 1000 Jahre alte Brücke in Irland, die ohne Mörtel zusammengesetzt wurde, zum Bildmotiv erhoben.

Auf anderen Werken finden sich Motive der Fränkischen Schweiz, die Bucht von Alcudia auf Mallorca und der alte Leuchtturm von Kampen auf Sylt. Es sind allesamt Eindrücke, die in einem ganz bestimmten Moment von Katharina Sauer festgehalten wurden, weshalb Technik und Stil durchaus variieren.

Aus den vielen Landschaftsmotiven stechen jene Bilder im Treppenhaus der Ein-richtung heraus, auf denen die Wassenbergerin Frauenakte dargestellt hat. Hiermit wird deutlich, dass Katharina Sauer viel mehr ist als eine Landschaftsmalerin. Sie malt das, wonach ihr der Sinn steht.

Auch technisch beschreitet sie einen anderen Weg und setzt die Farben expressiv ein. Mehrer Frauenakte beherrschen da die gesamte Leinwand. Oben links erkennt der aufmerksame Betrachter einen Männerakt. Modelle für solche Werke braucht Katharina Sauer nicht. Denn aus ihrer Praxis für traditionelle chinesische Medizin weiß sie um den genauen Aufbau menschlicher Körper.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert