Wegberg - Mit dem E-Bike durch die Region radeln

Mit dem E-Bike durch die Region radeln

Von: Helmut Wichlatz
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Prominente E-Biker: Norbert Blüm (r.) und Gattin kamen nach Wegberg, um als Erste ein E-Bike für eine Tour durchs Land zu mieten. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Reinhold Pillich. Repro: hewi

Wegberg. Das Café Samocca in der Wegberger Mühle ist die erste Verleih- und Servicestation für E-Bikes in der Stadt. Zukünftig stehen am Samocca zwei E-Bikes bereit, die von Tagestouristen gemietet werden können. Darüber hinaus können E-Biker dort auch ihre Akkus aufladen oder platte Fahrradreifen flicken.

Möglich wird dies durch eine Kooperation der Erkelenzer Prospex gGmbH und des Heinsberger Tourist Service (HTS) und dem Verein „Grünmetropole“, die sich gemeinsam der Förderung des sanften Tourismus in der Region verschrieben haben. Rund drei Jahre hatten die HTS-Geschäftsführerin Patricia Mees und der Prospex-Leiter Rochus Wellenbrock getüftelt, um an dem Netz der E-Bike-Verleiher teilhaben zu können. Kreisweit ist das Samocca die dritte Verleihstation für E-Bikes.

Weitere Stationen sind das Bootshaus am Lago in Heinsberg, das Gangelter Info-Center am Kahnweiher, die beide von der Lebenshilfe in Heinsberg betrieben werden. In Kürze kommt auch die Geilenkirchener PM-Tankstelle dazu.

Die Idee ist einfach und gut: Tagestouristen können gegen eine Gebühr von 20 Euro ein E-Bike leihen, die Gegend erkunden und entweder am Verleihort oder einer der anderen Stationen ihr Bike nach der Tour wieder abgeben. „E-Biking ist nicht nur bei den sogenannten Best-Agern voll im Trend“, betonte Mees bei der Vorstellung des Angebotes in der Wegberger Mühle. Auch Wegbergs Bürgermeister Reinhold Pillich ist von dem Angebot überzeugt. „Es passt zum Freizeitangebot in Wegberg und dem Selbstverständnis als Naherholungsziel in der Region“, erklärte er.

Das derzeitige System sei ausbaufähig, hob Wellenbrock hervor. Das hänge jedoch davon ab, wie das Angebot bei den Touristen ankommt. Derzeit sind für Wegberg zwei der rund 3000 Euro teuren E-Bikes geplant. Ist der Bedarf höher, können auch weitere Räder bereitgestellt werden. Bei einer Reichweite von bis zu 80 Kilometern ist mit den Bikes auch eine Tour in den Aachener Raum möglich.

Ist der Akku mal leer, kann er an einer der vielen Stationen auf dem Weg aufgeladen werden. Zum Beispiel auch in Erkelenz, wo auf Haus Hohenbusch, am Alten Rathaus und in Immerath (neu) am Kaisersaal in den nächsten Wochen Ladestationen in Betrieb genommen werden.

Dass man mit dem Angebot nicht reich werden kann, ist den Beteiligten klar. Es geht vor allem darum, in der Region Synergien zu schaffen und die Freizeitregion als solche für den Tourismus noch attraktiver zu machen. Zur Verfügung gestellt werden konnte das Angebot durch eine Kooperation mit dem Bad Reichenhaller Unternehmen Movelo, das ein bundesweites und auch grenzübergreifendes Netz an Verleih- und Ladestationen aufbaut.

Der erste Mieter der Wegberger E-Bikes war niemand Geringerer als der Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm, der eigens mit seiner Frau Martina nach Wegberg gekommen war, um unter Zuhilfenahme der bequemen Drahtesel die Freizeitregion zu erkunden. Begleitet wurde er unter anderem von Wegbergs Bürgermeister Pillich, der sich in und um Wegberg ja bestens auskennt.

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