Mit Acryl kann man andere Effekte erzielen

Von: Markus Bienwald
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Zwei Schülerinnen bringen ihre Motive mit Acryl auf Leinwände. Foto: Bienwald
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Der Föhn brummt, damit alles pünktlich trocken ist. Foto: fertig und auch trocken – denn der Föhn brummt wieder.

Wegberg. Ein gleichmäßiges Brummen erfüllt den Raum, denn Tarek föhnt sein Acrylbild trocken. Es heißt nämlich: Endspurt für den Kurs Acrylmalerei für Kinder und Jugendliche im Katho, dem Jugendzentrum der Pfarrei St. Martin in Wegberg.

In zwei Stunden wird das geladene Publikum zur Eröffnung der kleinen Vernissage erwartet, um den Werken die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

„Pinsel, Farbe und du“, unter diesem Motto haben sich die neun Teilnehmer zwischen zehn und 14 Jahren eine Ferienwoche lang jeden Nachmittag im Katho getroffen. Sie sind tief in die Welt der Farben eingetaucht, haben verschiedene Techniken ausprobiert und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Die Künstlerin Simone Braun hat den Kurs betreut, den Malern mit Rat und Tat zur Seite gestanden, hier und da vorsichtig Hand angelegt. „Wir haben uns darauf verständigt, die Bilder nach einer Vorlage zu malen“, sagt sie, „und das hat super geklappt.“

Tarek und Supermario

Tarek hat sich für den „Supermario“ entschieden, den kleinen schnauzbärtigen italo-amerikanischen Klempner mit blauer Latzhose und roter Schirmmütze, der als die bekannteste Video-Spielfigur der Welt gilt. „Ich habe nur dieses eine Bild gemalt“, erklärt Tarek, „das war ganz schön viel Arbeit.“ Anne hat sechs Bilder gemalt – darunter einen Sonnenuntergang, Tautropfen auf einem Blatt und ein Bild für Oma zum Hochzeitstag. Das kann Anne aber nicht zeigen, denn „das habe ich der Oma schon gegeben, zur Vernissage bringt sie es aber mit.“

Florian vervollständigt mit letzten Pinselstrichen eine perfekte Welle mit weißer Schaumkrone. Als Vorlage diente ihm ein selbstgemaltes Bild seiner Mutter. Auch Max bewegt sich künstlerisch am Meer: Einen Leuchtturm hat er mit erstaunlicher Detailgenauigkeit auf Leinwand gebannt. Laura malt noch eifrig an ihrem Bild mit den vielen bunten Smileys: „Das ist ein Geschenk für ein Geburtstagskind.“ Gian zeichnet auch zu Hause mit Buntstiften. Acrylmalerei findet er toll, weil „man ganz andere Effekte erzielen kann“. Er bevorzugt amerikanische Motive, Carina hat für ein Bild zusätzlich zu Bändern und Spitzen gegriffen. Jennifer hat die Gelegenheit genutzt, mit einem großen Herzen der Schwester zum 18. Geburtstag zu gratulieren, und die jüngste Teilnehmerin, ebenfalls eine Laura, hat ein putziges Eichhörnchen auf einen Ast mit bunten Blättern gesetzt.

Jederzeit wieder

Spaß gemacht habe es, berichten die Jugendlichen und sie würden jederzeit wieder an so einem Kurs teilnehmen. Die Vernissage, zu der viele Verwandte und Freunde erwartet werden, wird der Abschluss des Malkurses sein. Bis dahin ist nur noch eine Stunde Zeit. Aber wie es aussieht, sind bis dahin alle Bilder fertig und auch trocken – denn der Föhn brummt wieder.

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