Mit 18 Jahren die jüngste Ehrenamtlerin im Wegberger Seniorenzentrum

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Ehrung für das „Küken“ Fabienne Sedtke: Ganz, ganz vorsichtig, damit es nicht pickst, steckt Diana Lennertz (rechts, Leitung Sozialtherapeutischer Dienst) der jüngsten Ehrenamtlerin des SZB-Wegberg die Ehrenamtsnadel an. Foto: Heinrichs Gruppe

Wegberg. Fabienne Sedtke rutscht auf ihrem Stuhl herum. Ihr Blick schweift von Tisch zu Tisch, von Kollegin zu Kollegin. „Das ist komisch, wenn alle um einen herum helfen und man selber nichts machen darf. Normalerweise ist da ja andersherum“, sagt die 18-Jährige und schmunzelt.

Sie ist eine von zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern des SZB-Wegberg, die jetzt beim Oktoberfest im Seniorenzentrum an der Freiheider Straße geehrte wurden.

Das Haus ist zu ihrem zweiten Zuhause geworden: Seit einem Jahr arbeitet sie ehrenamtlich am Wochenende und in den Ferien auch wochentags beim sozialtherapeutischen Dienst, zuvor hat sie ein Praktikum dort und in der Pflege gemacht. Nach ihrer schulischen Laufbahn als Sozialassistentin am Berufskolleg Erkelenz möchte sie im SZB-Wegberg eine Ausbildung als examinierte Altenpflegerin beginnen.

Dass sie sich so wohl fühlt, hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass ihre ältere Schwester im Seniorenzentrum arbeitet. Und vielleicht auch damit, dass sie mit Abstand die jüngste ehrenamtliche Mitarbeiterin ist und deswegen von den meisten „Küken“ genannt wird. „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt: Es ist meine erste Ehrung und ich weiß nicht, was auf mich zukommt“, gesteht sie und lacht.

Auch alle anderen Ehrenamtler des Hauses werden an diesem Tag geehrt und bekommen eine kleine Aufmerksamkeit für ihren sozialen Einsatz und ihr Engagement. Als Diana Lennertz, Leitung Sozialtherapeutischer Dienst, Fabienne dann nach vorne ruft, erhält sie eine Ehrenamtsnadel und ein Geschenk – und als Küken besonders viel Applaus von den anderen Ehrenamtlern, Mitarbeitern und Bewohnern. Fabienne ist gerührt. „Mir macht die Arbeit hier sehr viel Spaß und es ist ein schönes Gefühl für mich, wenn ich älteren Menschen helfen kann.“

Nach der Ehrung geht es weiter mit Musik der Wegberger Mundartgruppe des Historischen Vereins Wegberg „De Berker Klängerstu’ef“, die extra bayerische Lieder für den Nachmittag vorbereitet hat.

Fabienne nimmt erleichtert wieder an ihrem Tisch Platz. Ihre Schwester bietet ihr einen Korb mit Laugenbrezeln an. Jetzt kann sie es doch ein bisschen genießen, sich einmal bedienen zu lassen.

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