Missions-Basar: Großes Angebot und zielgerichtete Hilfsprojekte

Von: kath
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Der Missionskreis der Pfarrgemeinde Kirchhoven hatte wieder allerlei Schönes und Leckeres im Angebot. Der Erlös geht wieder nach Bolivien, um dort den Menschen zu helfen. Foto: Katharina Hensel

Heinsberg-Kirchhoven. Der Weltmissions-Sonntag gilt als Zeichen der Solidarität. Ein Herz für Bolivien zeigte der Missionskreis der Pfarrgemeinde St. Hubertus Kirchhoven. Mit dem Missionsbasar anlässlich des Weltmissions-Sonntags wurden Elendsviertel in Bolivien unterstützt.

Um für die wichtigen Projekte dort einen großen Erlös zu erzielen, waren die Bemühungen des Kirchhovener Missionskreises für ein umfangreiches Angebot groß. Ganz neu auf dem schön dekorierten Verkaufstisch waren die Kuchen im Glas und die zusammengestellte Backmischung in der Flasche. Jahrelang bewährt und auch in diesem Jahr ein Verkaufshighlight waren die vielen selbstgebackenen Plätzchen, selbstgemachten Marmeladen und Liköre und schönen Herbststräuße.

Auch Dekorationsartikel aus Holz, selbstgestrickte Schals, Mützen und Socken, frisches und eingelegtes Obst und Gemüse, Monschauer Senf, selbstgebackenes Brot, Deko- und Geschenkartikel, Fotokalender und vieles mehr landeten in den Einkaufskörben der vielen Besucher. Auch für das leibliche Wohl wurde zu jeder Uhrzeit gesorgt. Kaffee und Kuchen, Zwiebelkuchen, hausgemachte Erbsensuppe und verschiedene Puddingvariationen gab es im Pfarrheim Kirchhoven.

Direkter Kontakt nach Bolivien

Der Arbeitskreis Missio der Katholischen Pfarrgemeinde Kirchhoven arbeitet schon seit der Gründung vor etwa 30 Jahren mit Schwester Christa zusammen. Die als Gertrud Kitschen geborene und in Waldfeucht aufgewachsene Schwester gehört dem Orden der Arenberger Dominikanerinnen an. Am 8. September feierte sie ihr 60-jähriges Profess-Jubiläum. Vertreter der Pfarrgemeinde Kirchhoven und des Missionskreises überbrachten Schwester Christa in Koblenz-Arenberg beste Glückwünsche. Durch Schwester Christa besteht der direkte Kontakt von Kirchhoven nach Bolivien – und gemeinsam konnten sie schon viel bewegen und mit wichtigen Projekten dort helfen, wo es besonders nötig ist.

Mit dem Erlös des diesjährigen Missionsbasars werden zwei Projekte unterstützt. Da die Stadt Santa Cruz immer weiter nach außen wächst, entstanden in kurzer Zeit vier neue Barrios mit Tausenden von Menschen. In diesen Notlagen sind die Drogenhändler sofort zur Stelle. Schwester Christa teilt in einem Brief mit, dass viele Hunderte von Kindern im Augenblick wieder ohne Schule seien– und damit gefährdet. Denn die Kinder macht man mit Kokain in Bonbons süchtig.

Das vor einigen Jahren errichtete Colleg ist überfüllt und ohne weitere Möglichkeiten. Deshalb entschlossen sich die Generalpriorin, die Schwestern und ein Pfarrer vor Ort, eine neue Schule noch weiter draußen für diese Kinder zu bauen. „Wir wollen die Kinder von der Straße und aus der Drogengefahr holen und ihnen eine Zukunft geben. Bildung ist ein ganz wichtiges Mittel zur Überwindung der Armut“, schreibt Schwester Christa weiter.

Das Drogenproblem ist auch ein Grund für das zweite Projekt. Schwester M. Josefine kümmert sich in Bolivien um Kinder und Jugendliche, die in der Stadt in den Kanälen oder unter den Straßenbrücken leben und oft von Drogenhändlern abhängig gemacht werden. Die Schwester bringt ihnen zweimal pro Woche etwas zu essen, spricht mit ihnen, kümmert sich um die Kranken und versucht immer wieder, ihnen die Rückkehr in ein normales Leben zu ermöglichen. Mit dem gespendeten Geld können die Schwestern vor Ort helfen. Eltern, denen das Geld für Schulmaterialien fehlt, einen Mittagstisch einrichten oder mit Medikamenten unterstützen zu können, das gehört zu den Projekten.

Die Spenden und die Unterstützung kommen in Bolivien an, weil sich der Missionskreis Kirchhoven dank Schwester Christa sicher sein kann, dass dort alles komplett ankommt.

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