Millionenprojekt: Pläne für integrativen Sportpark vorgelegt

Von: Anna Petra Thomas
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Selfkant-Höngen. Die Gemeinde Selfkant will ihren Ortsteil Höngen zu einem „Ankerpunkt“ für Bildung, Kultur, Freizeit und Sport machen und dabei auf bereits bestehenden Strukturen aufbauen. Unmittelbar angrenzend an die Gesamtschule, die Turn- und Schützenhalle sowie den Kindergarten soll dafür mit einem Investitionsvolumen von 3,9 Millionen Euro ein „integrativer Sportpark“ errichtet werden.

Dirk Goertz vom Amt für Bauwesen stellte den Mitgliedern des Verkehrs-, Bau- und Umweltausschusses das Projekt vor. Einstimmig, bei einer Enthaltung von Peter Hamers (Pro Selfkant), votierten diese dafür, dass der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag ebenfalls zustimmen möge, dafür Mittel aus dem Sonderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro zu beantragen.

Sollte die Gemeinde den Zuschlag erhalten für ihr „gewichtiges Leitprojekt mit hoher Strahlkraft“, so die Formulierung im Förderantrag, würde die Maßnahme zu 90 Prozent aus dem Sonderprogramm gefördert. Zusammen mit bereits getätigten Investitionen in die Gesamtschule und weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel der energetischen Sanierung der Turnhalle beliefe sich das Investitionsvolumen an diesem Standort dann auf insgesamt rund zehn Millionen Euro.

Eng verknüpft sind die aktuellen Planungen mit dem 2016 erstellten Interkommunalen Entwicklungskonzept „Die Westzipfelregion“, das durch die Stadt Heinsberg sowie die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht gebildet wird. Auf Basis dieses Konzepts seien die Ortsteile Höngen, Heilder und Saeffelen als ein räumlich und funktional zusammenhängender Schwerpunktbereich identifiziert worden, heißt es in dem Antrag. Da sich aufgrund des demografischen Wandels klassische Vereinsstrukturen allmählich auflösen würden, sollten zum einen Kooperationen zwischen den Vereinen entstehen, zum anderen aber auch der soziale Zusammenhalt der Bevölkerung über die Vereinsarbeit hinaus gestärkt werden, so die Begründung für das ambitionierte Projekt.

Die Planung sieht zunächst auf dem Gelände südlich der Gesamtschule zwei Sportplätze vor - einen Kunstrasenplatz mit LED-Flutlichtanlage und einen Naturrasenplatz. Die örtlichen Gegebenheiten mit den landschaftlichen Erhöhungen „Op de Berg“ sollen dabei genutzt werden, Sitzmöglichkeiten quasi durch Naturtribünen mit Sitzstufen aus Stein zu schaffen.

An einer Seite des Kunstrasenplatzes soll zudem eine 100 Meter lange Laufbahn entstehen. Wege durch das Gelände sollen weitere Laufmöglichkeiten eröffnen und daran entlang Turn-, Kraft- und Fitnessgeräte aufgestellt werden. Zwischen den beiden Sportplätzen sieht die bisherige Planung einen Freizeittreff vor mit Umkleidekabinen und sanitären Anlagen im Untergeschoss und einem Multifunktionsraum im Erdgeschoss des Flachdach-Baus. Von dessen überdachten Terrassen ließe sich das Geschehen auf den beiden Plätzen dann ebenfalls beobachten, so Goertz.

140 Parkplätze vorgesehen

Neben der Tennisanlage soll das bestehende Multifunktionsfeld erneuert werden. Daneben ist ein Spielplatz vorgesehen. Nicht förderfähig sind insgesamt 140 Parkplätze, die zum einen östlich der Schule zur Straße Op de Berg, zum anderen am westlichen Rand zum Prunkweg hin entstehen sollen. Ebenso wie bei der Planung dieses Vorhabens sei natürlich auch beim Bau der Parkplätze dann Eigenleistung gefragt, betonte Bürgermeister Herbert Corsten (CDU) nach den Fragen von Peter Hamers zu den von der Gemeinde aufzubringenden Kosten.

„Jeder Bau ist nur zu finanzieren, wenn wir möglichst viel Eigenleistung zeigen“, sagte Goertz. Auch könne man an dieser Planung immer noch Änderungen vornehmen. Es handele sich um erste Entwürfe, die notwendig seien, um in den Genuss der bereitgestellten Fördermittel zu kommen. „Das ist nicht die finale Version“, sagte Goertz.

Auf die Frage von Heinz Stassen (CDU) nach den Folgekosten für die Unterhaltung stellte Corsten klar, dass bei der Realisierung dieses Projekts gemeindeeigene Plätze wie zum Beispiel in Havert nicht weiter unterhalten werden könnten.

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