Hückelhoven-Ratheim - Millionenprojekt nimmt Kurs auf das Ziel

Millionenprojekt nimmt Kurs auf das Ziel

Von: kalauz
Letzte Aktualisierung:
7520709.jpg
Imposantes Großprojekt: Auf dieser Luftaufnahme des Architekturbüros Heuer&Faust sind die drei vollendeten Bauabschnitte des Schulzentrums Ratheim zu sehen. Die Altgebäude rechts werden ab dem Sommer abgerissen. Foto: Stadt Hückelhoven/kalauz
7520711.jpg
Imposantes Großprojekt: Auf dieser Luftaufnahme des Architekturbüros Heuer&Faust sind die drei vollendeten Bauabschnitte des Schulzentrums Ratheim zu sehen. Die Altgebäude rechts werden ab dem Sommer abgerissen. Foto: Stadt Hückelhoven/kalauz

Hückelhoven-Ratheim. Nach dem Aus für den Rohstoff Kohle hat man in Hückelhoven den Hebel rasch umgelegt und auf den nachwachsenden Rohstoff Bildung gesetzt.

15 Jahre ist es nun schon her, dass die Stadt mit einem ehrgeizigen Projekt ein neues Standbein für die Zukunftssicherung der Stadt auf den Weg gebracht hat: Für fast 26 Millionen Euro soll in insgesamt vier Bauabschnitten das Schulzentrum so hergerichtet werden, dass es den Anforderungen, die heute an schulische Bildung gestellt werden, gerecht werden kann.

Drei Bauabschnitte sind bisher mit einem Kostenaufwand von insgesamt 16,8 Millionen Euro fertiggestellt: Der Fachraumtrakt des Schulzentrums, der von Realschule und der Gesamtschule gemeinsam genutzt wird, wurde 2005 für den Unterricht freigegeben; der Bereich der ehemaligen Hauptschule wurde für 5,4 Millionen Euro saniert und war im Jahr 2008 bezugsfertig; das Forum und sanierte Teilbereiche der Realschule sind jetzt bereits seit vier Jahren für die Schüler nutzbar (Baukosten rund 3,8 Millionen Euro).

Eigentlich sollte bereits mit dem Ende des dritten Bauabschnittes der vierte und letzte Teil des Ausbaus des Schulzentrums in Ratheim in Angriff genommen werden. Aber die Einrichtung der Gesamtschule und die Umstrukturierung der vorhandenen Schulformen machte eine zeitliche Verschiebung des Baubeginns erforderlich. Jetzt aber soll es losgehen.

Und zwar fix, denn die Fertigstellung ist bereits fest terminiert, wie Schuldezernent und Kämmerer Helmut Holländer im Bauausschuss unmissverständlich feststellte: „Von heute an haben wir noch drei Jahre und drei Monate Zeit bis zur Fertigstellung.“ Die ist nämlich auf den Schuljahresbeginn 2017/2018 festgelegt, wenn die Gesamtschule die Oberstufe einrichtet. Ein ambitioniertes Vorhaben also, in das die Stadt insgesamt 8,85 Millionen Euro investiert.

Im Juli schon werden auf dem Schulhof der Realschule zehn Containerklassen und ein Sanitärcontainer aufgestellt. Die Mietkosten für die Container für die Dauer der Bauarbeiten verschlingen allein rund 750.000 Euro. Man überlegt noch, ob es nicht günstiger ist, neue Container zu kaufen und sie nach dem Gebrauch wieder zu verkaufen. Das sei, erläuterte der Mitarbeiter des ausführenden Aachener Architekturbüros Heuer& Faust im Ausschuss, in erster Linie ein zeitliches Problem: Wegen der langen Lieferzeiten für neue Container wird das wahrscheinlich nicht klappen.

Parallel dazu wird mit dem Abriss der Teile der alten Realschule begonnen, die zur Heerstraße und zur Hermann-Janssen-Straße hin liegen und die noch aus den 1950er Jahren stammen. Gleich danach sollen die Rohbauarbeiten für den Neubau beginnen. Die gesamte Anlage soll nach den Plänen des Architekturbüros „kompakter“ wirken als die jetzigen Gebäude; außerdem wird durch die Schaffung eines Einganges (neben dem bestehenden zur Gesamtschule auf der Rückseite der Anlage) die Vollständigkeit der verschiedenen Gebäudeteile als ein Schulzentrum betont.

2017 soll alles fertig sein

8,85 Millionen Euro muss die Stadt für das Projekt also bis 2018 in die Hand nehmen, 1,5 Millionen noch in diesem Jahr. Im laufenden Haushalt sind allerdings nur 250.000 Euro vorgesehen, es fehlen also 1,25 Millionen Euro. Da kommt es dem Kämmerer sehr gelegen, dass mehrere fest im Haushalt eingeplante Maßnahmen – beispielsweise die Grundschule in Hilfarth, der Ausbau der Tannenstraße oder auch der der Callstraße – in diesem Jahr sowieso nicht in Angriff genommen werden können.

Also wird das Geld für die Finanzierung des Schulzentrums in Ratheim verwendet. Damit man im Zeitplan bleibt und zum Schuljahr 2017/2018 die Oberstufe der Gesamtschule die neuen Räumlichkeiten nutzen kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert