Milchkontor plant großen Fisch im Haarener Entenpfuhl

Von: dawin
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Waldfeucht-Haaren. Vor gut einem Jahr hatte die Deutsche Milchkontor GmbH (DMK) noch mit der Nachricht, Beschäftigte in der Haarener Eisfabrik zu entlassen, negative Schlagzeilen gemacht. Am Freitag erreichte die Belegschaft bei der Betriebsversammlung die frohe Botschaft, dass DMK den Standort Haaren für eine Produktionserweiterung auserkoren hat.

Die Mitteilung auf der unternehmenseigenen Homepage vom 21. Mai lässt kaum einen Zweifel daran, dass der Realisierung noch etwas im Wege stehen könnte. Dort heißt es in klaren Worten: „Im Rahmen des Werkstrukturkonzeptes der DMK Ice Cream ist angedacht, die Produktionswerke in Recke (zum Jahresende 2015) und in Nürnberg (voraussichtlich Ende 2017) zu schließen. Parallel sollen die Standorte Waldfeucht-Haaren, Everswinkel und Prenzlau mit einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich ausgebaut werden.“ Modernste Produktionslinien sollen neue Rezepturen ermöglichen und so nicht nur die Attraktivität am Markt erheblich erhöhen, sondern auch Möglichkeiten eröffnen, Kunden zu beliefern, die bisher nicht erreicht wurden – so die Strategie von DMK.

Die Standorte mit ihren Arbeitsplätzen sollen zukunftssicher gemacht werden, sagt Dr. Andreas Kricsfalussy, Sprecher der Geschäftsführung der DMK-Eissparte. „Dafür müssen wir die Effizienz in der Eisproduktion mit gezielten Zukunftsinvestitionen deutlich steigern“, sagt er. Das letzte Wort bei der Umsetzung der Planungen hat allerdings der Aufsichtsrat, er muss noch seine Zustimmung geben.

Eine Erweiterung der Rosen Eiskrem-Fabrik, die 2012 von DMK geschluckt wurde, könnte rund 200 neue Arbeitsplätze bringen – zumindest wird diese Zahl inoffiziell gehandelt. Wie auch immer: Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen zeigte sich Freitag angesichts der positiven Nachricht sehr erfreut: „Das ist natürlich eine tolle Sache. Es darf als positives Zeichen dafür verstanden werden, dass es in der Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung gibt.“ Bürgermeister Schrammen dankt allen Beteiligten, „die diesen Erfolg ermöglicht haben, insbesondere den Mitarbeitern im eigenen Haus und dem Baudezernat des Kreises Heinsberg“. Bereits vor einigen Wochen hatte der Gemeinderat in seiner Sondersitzung die Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan für das Industrie- und Gewerbegebiet „Entenpfuhl“ in Haaren beschlossen, um – in optimistischer Erwartung der DMK-Entscheidung – planungsrechtlich gewappnet zu sein für den großen Fisch im Entenpfuhl.

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