Micky Schläger startet mit Höhnern durch

Von: Helmut Wichlatz
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Neuer Keyboarder bei den Höhnern: Michael „Micky“ Schläger in seinem Studio in Erkelenz. Foto: Wichlatz

Erkelenz. „Als ein Freund mich anrief und sagte, dass die Höhner einen Keyboarder brauchen, war ich sofort Feuer und Flamme.“ Das sagt Micky Schläger, der mit sofortiger Wirkung Tastenmann bei einer der bekanntesten Bands Deutschlands ist.

Am Anfang stand ein „zugegebenermaßen frecher Fünfzeiler, den ich per Mail abgesendet habe“, erzählt er bei einem Hausbesuch in seiner Musikschule an der Gewerbestraße Süd. Doch prompt kam einen Tag später eine Antwort und Einladung zum Vorspielen. „Fünf Titel musste ich präsentieren, davon einen am Akkordeon“, erzählt Schläger. Und natürlich hat er sich so vorbereitet, wie es sich für einen solchen Anlass gehört.

In der zweiten Runde hatte er dann die Nase vorn. „Ich kann singen, das hat wohl den Ausschlag gegeben“, sagt er. Und so beerbt er Peter Werner, der die Band mit aus der Taufe gehoben hat. Janus Fröhlich gibt die Trommelstöcke weiter an Wolf Simon, der mit Schläger nun von Null auf Hundert dabei ist. Denn Höhner gibt es nicht nur im Karneval. „Im August stehen wir bei Höhner Classics mit der jungen Philharmonie in Köln auf der Bühne“, berichtet Schläger.

Dann steht ein neues Album auf dem Programm, in dem er hofft, ebenso wie schon vor ihm Ralle Rudnik, auch seine Spuren hinterlassen zu können. „Denn die Jungs haben mich herzlich aufgenommen“, berichtet er. „Die suchten nicht nur einen Keyboarder, sondern ein Bandmitglied.“

Und da haben sie mit Micky Schläger einen guten Fang gemacht. Schon als Sechsjähriger hat er zusammen mit Vater Theo auf den Karnevalsbühnen in Katzem und Umgebung gestanden. „Das Gefühl für Musik wurde mir mitgegeben“, sagt er. Trotzdem absolvierte er auf Anraten seiner Eltern erst eine kaufmännische Lehre, bevor er es mit der Musik versuchte.

Nicht nur die hiesigen Musikfreunde kennen Schläger natürlich als jahrzehntelanges Mitglied der Kult-Partyband Just Is. „Damit ist natürlich leider Schluss“, betont Schläger. „In zwei Monaten steige ich aus.“ Die Termine würden sich zu oft überschneiden.

„Denn Höhner ist ein Fulltime-Job.“ Das weiß der Musiklehrer von seinem Freund Ralf „Ralle“ Rudnik, der mit den Höhnern manchen Hit gespielt hat und viele Jahre Mitglied der Band war. Auch der in Wegberg beheimatete Musikproduzent hat natürlich seine musikalischen Wurzeln bei Bands wie Just Is. „Ralle war sofort überzeugt, dass das was für mich ist“, sagt der Musiklehrer, der nicht nur mit seinem Vater und Mundart-Kenner Theo Schläger schon CDs produziert hat. Auch mit den beets´nberries und anderen war er schon im Studio.

Auch Vater Theo springt ein

Seine Musikschule in Erkelenz wird er trotzdem weiter betreiben. „Die Qualität der Ausbildung wird nicht darunter leiden, dass ich jetzt bei den Höhnern bin“, erklärt er. Denn die Musiklehrer sind ihrerseits ausgebildete Musiker, die in Bands und Orchestern ihrer Mann und ihre Frau stehen. Auch Vater Theo springt ein und bringt dem Musiknachwuchs bei, was er braucht.

Vielleicht wird ja einer der Nachwuchsmusiker einmal Schläger bei den Höhner beerben und die dritte oder sogar vierte Generation einleiten. Die Erkelenzer Lande scheinen ja für kölsche Bands ein wahrer Jungbrunnen zu sein, frei nach der Devise: „Da simmer dabei, das ist prima!“...

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