Michael Stock neuer Bürgermeister von Wegberg

Von: mb/disch
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Der Wegberger Wahlsieger: Sozialdemokrat Michael Stock (Bildmitte) wurde im Rathaus begrüßt von der ­Ersten Beigeordneten Christine Karneth und vom Technischen Beigeordneten Rudolf Fabry. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Machtwechsel an der Führungsspitze des Wegberger Rathauses: Herausforderer Michael Stock (SPD), der in der vergangenen Wahlperiode Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Heinsberger Kreistag war und seit März den SPD-Ortsverein Wegberg führt, wird neuer hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt am Grenzlandring.

Der 37-jährige Rechtsanwalt hat die Stichwahl am Sonntag mit einem Riesenvorsprung gewonnen und am Ende 7907 Stimmen (72,15 Prozent) verbucht. Der 58-jährige Amtsinhaber Reinhold Pillich (CDU), der seit 2009 im Chefsessel der Wegberger Stadtverwaltung saß, war chancenlos und landete bei nur 3052 Stimmen (27,85 Prozent). Schon bei der Wahl vor drei Wochen hatte Stock mit 5007 Stimmen (39,41 Prozent) besser abgeschnitten als Pillich mit 4580 Stimmen (36,05 Prozent), dennoch galt die Stichwahl im Vorfeld als offen. Letztlich konnte sich Stock aber in allen 18 Wahlbezirken souverän durchsetzen. In Beeck kam der Sozialdemokrat sogar auf fast 85 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,82 Prozent; vor drei Wochen hatten 55,11 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Im Stadtrat ist die CDU nach der Kommunalwahl vom 25. Mai mit 15 von 36 Sitzen zwar weiterhin die stärkste Fraktion, aber auch weiterhin ohne absolute Mehrheit. Die SPD verfügt über zehn Sitze. Mucksmäuschenstill war es am Sonntagabend im Ratssaal, als die ersten Ergebnisse aus den Wahlbezirken einliefen. Die eindeutige Überlegenheit von Stock zog sich kontinuierlich durch alle Wahlbezirke.

Dass Stock schon bei der Kommunalwahl vor drei Wochen einen Vorsprung vor Pillich erreicht hatte, war durchaus als eine Überraschung gewertet worden. Mit besonderer Spannung war deshalb das Ergebnis der Stichwahl erwartet worden. Sehr unterschiedlich hatten die Kandidaten den Wahlkampf geführt. Während Pillich auf die Erfolge in seiner Amtszeit seit 2009 verwiesen hatte und auf Kontinuität und Planung setzte, versprach Stock die Umsetzung von sechs konkreten Maßnahmen innerhalb von 100 Tagen und nutzte auch moderne Kommunikationsplattformen, um junge Wähler zu erreichen.

„Überwältigend!“

Erstmals steht nun ein SPD-Bürgermeister an der Spitze der Stadt Wegberg. „Überwältigend!“, rang Michael Stock in seiner Freude um Worte. „Unglaublich, dieser Vertrauensbeweis!“ Eine Erklärung für den fulminanten Sieg hatte er dennoch: „Die Leute wollen frischen Wind, dass kreativ an die Sachfragen herangegangen wird.“

Nach minutenlangem Applaus seiner Anhänger bei Bekanntgabe des Endergebnisses griff er zum Mikrofon, bedankte sich bei den Wählern und seinem Wahlkampfteam. „Mir liegt sehr viel an dieser Stadt“, versicherte er und wandte sich auch an die anwesenden Mitglieder aus den Ratsfraktionen. „Ich wünsche mir, dass wir zusammenkommen und gute und richtige Entscheidungen treffen werden.“

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