Mevissens Werke auf Haus Hohenbusch bewundern

Von: hewi
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Bilder des Künstlers Gerhard Mevissen wurden dem Erkelenzer Heimatverein geschenkt. Die Vertreter des Heimatvereins stellten die Bilder der Stadt Erkelenz als Dauerleihgabe zur Verfügung und die Bilder können ab jetzt auf Haus Hohenbusch bewundert werden. Foto: Koenigs

Erkelenz-Hetzerath. Der Heimatverein Erkelenz freut sich über sechs Bilder des Künstlers. Eine Ausstellung rückt sie ins rechte Licht. Im März vorigen Jahres war das ehemalige Kloster Hohenbusch Austragungsstätte einer wissenschaftlichen Tagung über die Handschriften der klösterlichen Bibliothek .

Viele der ausgestellten Handschriften stammten aus der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek in Köln. Doch auch künstlerische Arbeiten des Heinsberger Künstlers Gerhard Mevissen, die durch die Handschriften inspiriert wurden, waren zu sehen.

Nun hat ein anonymer Spender sechs der Bilder erstanden und dem Heimatverein geschenkt. Einzige Voraussetzung: Die Bilder sollen im ehemaligen Kreuzherrenkloster ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein Wunsch, dem der Heimatverein in Zusammenarbeit mit der Stadt gerne nachging.

Die Arbeiten des Künstlers Gerhard Mevissen waren entstanden, nachdem er von Professor Siegfried Schmidt nach Köln eingeladen worden war, um sich dort als Maler und Zeichner mit den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften zu beschäftigen, darunter auch besagte Handschriften aus Hohenbusch. Mevissen verarbeitete sie zu der Reihe „Zeitheftungen Buchorte“.

Schon damals habe er die Ausstellung der Kunst neben den inspirierenden Handschriften als „spannend“ empfunden, betonte der Vorsitzende des Heimatvereins, Günter Merkens. „Die Arbeiten stellen eine Klammer dar zwischen mittelalterlichem Wissen und moderner Kunst“, erklärte er im Rahmen der offiziellen Übergabe der sechs Bilder. Umso erfreuter sei er gewesen, als sich ein Mäzen meldete, der sechs der Arbeiten gekauft hatte und sie dem Verein schenkte.

Der Spender möchte nicht genannt werden, wie Merkens erklärte. Seine an die Schenkung gebundene Bedingung sei jedoch klar: Die Bilder sollten im ehemaligen Kreuzherrenkloster aufgehängt werden. Diesem Wunsch kam der Heimatverein nun nach und übergab die Bilder als Dauerleihgabe an den Eigentümer Hohenbuschs, die Stadt Erkelenz.

In deren Namen dankten der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen und Heinz Küppers vom Förderverein Hohenbusch. „Wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann eine Menge bewegt werden“, erklärte Gotzen mit Blick auf die Entwicklung, die das ehemalige Kloster in den letzten Jahren genommen hat. Die Bilder hätten in den repräsentativen Räumen des Herrenhauses einen guten Platz gefunden.

Auch Heinz Küppers, der sich von Anfang an darum bemüht hatte, die Bedeutung Hohenbuschs wieder ins rechte Licht zu rücken und den Ort mit Leben zu füllen, zeigte sich erfreut über diese Bereicherung. Er verwies auf die musealen Zellen, mit denen in Ausstellungsform an das klösterliche Leben auf Hohenbusch erinnert wird. Auch bei den Exponaten handelt es sich größtenteils um Schenkungen und Dauerleihgaben.

Im November findet die nächste Fachtagung auf Hohenbusch zum Thema „Heimat“ statt.

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