Messe 50-Plus: Wissenswertes nicht nur für „Best Ager“

Von: jwb
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Die Realschule in Heinsberg an der Schafhausener Straße bot wieder den Schauplatz für die Messe „50-Plus – Freude am Leben“. Foto: Bindels
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Wolfgang Paulus, Leiter des Sozialamtes der Stadt Heinsberg, an der Karte zur Entwicklung von Sozialräumen und Quartieren im Kreis Heinsberg. Foto: Bindels
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Beratung und Informationen zum Themenbereich „Ambulante Pflege“ gab es unter anderem am Messestand der Arbeiterwohlfahrt.

Heinsberg. Nicht nur für die Zielgruppe der Generation „Best Ager“ bot die Messe „50-Plus – Freude am Leben“ in der Heinsberger Realschule an zwei Tagen Beratung und Vorträge rund um das Leben im Alter. Von Rechtsfragen in Erbangelegenheiten über die ambulante Pflege bis zu Tipps für Freizeit, Ernährung und Wohnen boten mehr als 40 regionale Aussteller Informationen und Lösungen an.

Mit dem Hinweis, dass in Heinsberg zum vierten Mal die regionale Kompetenz sich darstelle, hatte Albert Heitzer als stellvertretender Bürgermeister die Messe eröffnet.

Warum Menschen ab dem 50. Lebensjahr „Best Ager“ genannt werden und wie die Stadt Heinsberg auf den demografischen Wandel sich vorbereitet, erfuhren Interessierte beim Vortrag „Leben und alt werden in der Stadt Heinsberg“ von Wolfgang Paulus, dem Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes der Stadt Heinsberg.

Demografischer Wandel bedeute, dass die Menschen durchschnittlich länger leben würden. 40 Prozent der Bevölkerung oder 16 000 Menschen in der Stadt Heinsberg seien älter als 50 Jahre. Mit der Erfassung von Daten, welche Bedingungen in den einzelnen Stadtteilen in den Bereichen Wohnen, Gesundheitsversorgung, Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten zurzeit vorgefunden würden, wolle die Stadt auf die Veränderungen der Bedürfnisse der Menschen beim Älterwerden rechtzeitig reagieren können.

Die Lebensquartiere sollen so auch in Zukunft für alle Generationen attraktiv bleiben. Barrierefreie Mobilität zu sichern und Umstieg auf öffentlichen Verkehr zu erleichtern, dafür stünden die Anbindung an den Bahnverkehr in Heinsberg oder das Multi-Bus-Angebot als exemplarische Beispiele für Lösungen.

In der Gesundheits- und Pflegeversorgung verfolge die Stadt den Ansatz: ambulante vor stationäre Pflege sowie viel gestalten, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, formulierte Paulus prägnant. Dem entspreche auch, alle Quartiere wieder mit allen wesentlichen Bereichen infrastrukturmäßig auszustatten. Der Stadtteil Karken sei ein exemplarisches Beispiel dafür, dass von den Einkaufsmöglichkeiten bis zur Bildung und der Gesundheitsversorgung ein Leben für alle Generationen ermöglicht werde.

Was in Paulus‘ Referat die Themenbandbreite des demografischen Wandels theoretisch umfasste, das konnten die Messebesucher bei den Ausstellern in Form praktischer Umsetzungen anschaulich erfahren.

Wer einen kranken Menschen zu versorgen oder zu pflegen hatte, erhielt bei den ausstellenden Sozialverbänden wie Caritas, Johanniter-Unfall-Hilfe oder Arbeiterwohlfahrt ebenso kompetent Informationen wie bei dem privaten Pflegedienst Mertens aus Heinsberg-Randerath. Welche Lösungen für Hörprobleme angeboten werden, war beispielsweise ebenso nachvollziehbar wie die Hilfen absoluter Spezialisten.

Eindrucksvoll demonstrierte Carla Dohmen-Heikoop sowohl in einem Fachvortrag wie auch am Messestand, welche Möglichkeiten im Falle von einer Chemotherapie und dadurch verursachtem Haarverlust bestehen.

Viele Fachvorträge

Im Reigen der vielen Fachvorträge vermittelte unter den Titeln „Schenken statt vererben“ sowie „Rechtzeitig vorsorgen: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ Rechtsanwalt Hans-Oskar Jülicher Wissenswertes. Auch für Fragen und Antworten des altersgerechten Umbaus, der Sanierung oder des Verkaufs der eigenen Immobilie standen regional ansässige Fachunternehmen an ihren Ständen zur Verfügung.

Wer eine privatbasierte Mobilität finanzieren wollte, konnte mit den speziellenLösungen des Autohauses Königs sich ein Bild davon machen. Informationsstände der Ernährungsberater und Fitnesskonzepte für ältere Menschen ergänzten das Spektrum Kennenlernen von Vorsorgemöglichkeiten im Gesundheitsbereich.

Neben den Sozialverbänden mit ihren Freizeitangeboten widmet sich der Verein „Senioren aktiv“ einem speziellen Thema. Mit seinen Aktivitäten wirkt er der Vereinsamung im Alter entgegen. Mit Freizeitangeboten und den daraus erwachsenden Kontakten gelinge es, nach dem Rentenbeginn neue Lebensinhalte zu finden, ließ Rainer Wild als stellvertretender Vorsitzender keinen Zweifel am Erfolg des mehr als 100 Mitglieder starken Vereins aufkommen.

Insgesamt rund 4000 Besucher – so die Veranstalterangabe – informierten sich an den zwei Tagen in den Räumlichkeiten der Realschule Heinsberg.

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