Meisterpianist Severin von Eckardstein begeistert mit Virtuosität

Von: hl
Letzte Aktualisierung:
14968743.jpg
Ganz ohne Noten vor Augen spielt der Pianist Severins Eckardstein zwei Stunden lang in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums. Foto: CUH

Hückelhoven. War das ein Start in die gemeinsame Konzertreihe „Klavier entlang der Rur“ von „con brio“, den Freunden der Kammer-musik Hückelhoven, der Volkshochschule des Kreises Heinsberg und der Jugendmusikschule Heinsberg am Sonntagnachmittag in der Aula des Gymnasiums!

Der Meisterpianist Severin von Eckardstein spielte Werke von Claude Debussy, Gabriel Dupont, Oliver Messiaen und Franz Liszt.

In seiner Begrüßung der trotz tropischer Hitze recht zahlreichen Zuhörer stellte der Vorsitzende von „con brio“ Rudolf Lengersdorf die Konzertreihe vor, die im Laufe des Jahres in der Stadthalle Erkelenz und im Rondell der Kreismusikschule fortgesetzt wird.

Und er sagte zum Pianisten, so einen müsse man mit der Lupe suchen. Recht hatte er. Wie die Zuhörer sich überzeugen konnten: Da musizierte ein genialer Pianist, der alles kann, mit höchster Virtuosität ausgestattet ist und scheinbar mühelos auch kaum für möglich gehaltene schwierigste Passagen bewältigt.

Grenzenlose Beherrschung

Und er spielte so, als sei das alles ganz einfach und es gebe keine Grenzen für die Beherrschung des Instrumentes, das im Übrigen manchmal ein ganzes Orchester zu ersetzen schien.

Auf dem Programm standen von Debussy Heft 1 aus den „Bildern“; von Dupont fünf Sätze aus „Das Haus in den Dünen“; nach der Pause von Messiaen ein Satz aus „Dem Katalog der Vögel“; drei Stücke von Liszt: „Ave Maria“, ein Satz aus „Jahre des Pilgerns und „Spanische Rhapsodie“.

International ausgezeichnet

1978 in Düsseldorf geboren wurde von Eckardstein mit kaum zählbaren Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.

Er reiste als Solist rund um die Welt und konzertierte mit den berühmtesten Dirigenten.

Und wie er in Hückelhoven eindrucksvoll bewies: seine Virtuosität wurde nicht umsonst gelobt. Die Zuhörer waren von dieser Musik nicht nur fasziniert. Sie tauchten ein in Geist und Seele der einzelnen Stücke und konnten dabei ein weites Feld der eigenen Gefühle entdecken.

Standing Ovations

Am Ende des Konzertes und nach den Blumen gab es immer wieder von Standing Ovations begleitete Zugaben: Duettino von Charles-Henri Valentin, eine Sarabande von Johann Sebastian Bach und Warum? aus den Phantasiestücken von Robert Schumann.

Und der Laie fragt sich immer wieder und kann nicht verstehen, wie das geht: Fast zweistündiges Musizieren ohne Noten – die waren nur im Kopf des Pianisten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert