Mehr Weihnachten, weniger „Trödel“ in Wassenberg

Von: Anna Petra Thomas
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Auf dem Wassenberger Weihnachtsmarkt gab es am Wochenende viel zu sehen: Der Basar prägte auch dieses Mal wieder die Graf-Gerhard-Straße. Zentrum waren der Roßtorplatz und der Platz an der Ecke Graf-Gerhard-Straße und Patersgasse. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Pfadfinder hatten auf dem Stiftsplatz in ihrer Jurte ein Feuer angezündet, das wegen angenehmer Temperaturen jedoch zum Händewärmen kaum gebraucht wurde. Foto: Anna Petra Thomas
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Der Erlös des Basars in der Hofkirche kommt der Jugendarbeit im Campanushaus zugute. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Wieder ein bisschen mehr weihnachtlich und weniger als Basar „fliegender“ Händler präsentierte sich der Wassenberger Weihnachtsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in seiner 38. Auflage am Wochenende. Eröffnet wurde er wie im vergangenen Jahr bereits am Freitagabend.

„Ich hoffe, es gefällt Euch, wie der Markt jetzt gestaltet ist“, sagte Heinz-Josef Schümmer, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins, in seiner Begrüßung auf der Bühne des Roßtorplatzes. Ziel sei, den Markt kontinuierlich Richtung Weihnachten und weg vom „Trödel“ zu entwickeln.

Weihnachtliches Flair sei überall zu erkennen, pflichtete ihm der stellvertretende Bürgermeister Frank Winkens bei. „Der Gewerbeverein hat hier etwas Wunderbares geschaffen“, sagte er und erklärte den Markt offiziell für eröffnet.

„Very nice people“

Zwei weihnachtlich dekorierte Plätze mit kleinen Holzbuden, mittlerweile 20 auf dem Roßtorplatz und noch mehr auf dem im vergangenen Jahr neu geschaffenen Platz an der Ecke von Graf-Gerhard-Straße und Patersgasse waren dann auch dieses Mal die zentralen Orte des Geschehens. Auf dem Roßtorplatz war auch Mike Vernon dabei, der in diesem Jahr bereits seine englischen Spezialitäten auf dem Wassenberger Abendmarkt angeboten hatte.

Vor Weihnachten sei er noch einmal dabei, weil die Wassenberger so nette Menschen seien, „very nice people“, sagte er auf Englisch. Auf dem zweiten Platz gab es eine technische Innovation von Joachim Litzenberger zu bewundern: der Grill, der seine Würstchen selber dreht.

Zwischen diesen beiden Plätzen sollten die Markthändler auf der Patersgasse und auf der Graf- Gerhad-Straße ihre Stände aufbauen, um dem Marktbesucher einen gemütlichen Rundgang zu ermöglichen. Während die beiden Plätze reich bestückt waren mit allerlei weihnachtlichem Angebot, blieben viele Plätze der Markthändler jedoch leer, vor allem auf der Patersgasse.

Wer den Weg die Kirchstraße hinauf nahm, die wieder gut mit Händlern bestückt war, konnte auf dem Stiftsplatz erneut eintauchen in ein Flair mit vielen handwerklichen Angeboten. Hier hatten auch die Pfadfinder ihre Jurte aufgebaut. Bei angenehmen Temperaturen wurde das Feuer von den Besuchern zum Händewärmen jedoch weniger gebraucht. Organisiert hatten diesen Marktplatz gemeinsam die Pfarrei St. Marien, der Kindergarten und sein Förderverein sowie die Pfadfinder.

Sehen lassen konnte sich hier das Unterhaltungsprogramm. Beteiligt daran waren unter anderem die Grundschule und der Kindergarten mit einem Musical, die Band Kreuzweise, die Castle Pipers aus Myhl, der Musikverein Eintracht Birgelen und die Sängerin Beverly Daley. Auch der Nikolaus war am Sonntagnachmittag dort zu Besuch. In der Kirche selbst war Zeit für eine Meditation, den Besuch der Krippenausstellung oder den Kauf einer Segenstafel.

Wieder zurück auf der Graf-Gerhard-Straße lohnte auch ein Blick in die evangelische Hofkirche. Der Basar in der Kirche bot allerlei kleine Handarbeiten und selbst gebackene Plätzchen, deren Verkaufserlös der Jugendarbeit im Campanushaus zugutekommt. Auch draußen auf den Marktwegen waren in diesem Jahr wieder Kinder unterwegs, die unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ Geld sammelten. Dem guten Zweck diente auch die Verlosung des Gewerbevereins.

Seitlich des Alten Rathauses sorgten schließlich drei Wassenberger Vereine für das leibliche Wohl der Besucher. Mit dabei war neben den Alten Herren des Fußballclubs und der Stadtgarde der KG Kongo die St.-Georgius-Bruderschaft, die für Bratapfelduft sorgte. Darüber hinaus gab es dort „Schützen-Panhas“ und eigens für den Markt hergestelltes Glühbier.

„Mehr Vereine wollten leider nicht“, erklärte Schümmer. Dafür engagierte sich erstmals auch das Jugendzentrum JuZe auf dem Weihnachtsmarkt. Auf dem Parkplatz an der Patersgasse hatte es seine selbst entwickelte Rennbahn für kleine, ferngesteuerte Fahrzeuge aufgebaut.

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