Mehr Vorsorge bedeutet geringeres Krebsrisiko

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Das Experten-Team: Dr. Lazaros Lazarou, Dr. Nikolaos Mastragelopulos, Dr. Susanne Meer, Dr. Hans Hoffmanns, Dr. Carsten Triller (v.l.).

Heinsberg. Unter dem Dach des Magen-Darm-Zentrums des Städtischen Krankenhauses Heinsberg hatten Dr. Nikolaos Mastragelopulos, Chefarzt Viszeralchirurgie, und Dr. Carsten Triller, Oberarzt Gastroenterologie, zur diesjährigen Fortbildung mit dem Thema „Update kolorektales Karzinom 2015“, eingeladen.

Krebserkrankungen des Dickdarms und Mastdarms werden zusammen als kolorektales Karzinom oder Darmkrebs bezeichnet. „Trotz einer effektiven Vorsorgemöglichkeit sehen wir immer wieder weit fortgeschrittene Karzinome. Durch die Vorsorgecoloskopie kann das Darmkrebsrisiko um 77 Prozent gesenkt werden, die Teilnahme ist mit rund 25 Prozent aber noch enttäuschend“, sagt Dr. Mastragelopulos.

„Umgekehrt erleiden Patienten mit frühen Karzinomstadien Rückfälle, die spät erkannt werden, wenn die Nachsorge nicht wahrgenommen wird“, ergänzt Dr. Triller. Die Fortbildung, zu der neben den Ärzten und Stationsleitungen des Krankenhauses niedergelassene Hausärzte, Onkologen, Chirurgen und Internisten aus dem Kreis Heinsberg gekommen waren, griff Behandlungsgrundlagen auf und setzte einen Schwerpunkt bei den Versorgungsstrukturen und der Zusammenarbeit.

Dr. Susanne Meer, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, beleuchtete die systemische Therapie, während Dr. Hans Hoffmanns, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie der Kliniken Maria Hilf GmbH Mönchengladbach, Chancen der Radiochemotherapie bei Rektumkarzinomen aufzeigte. Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung, jährlich erkranken mehr als 62000 Menschen. Männer sind dabei stärker gefährdet. Viele Erkrankungen wären vermeidbar.

Neue Daten zeigen, dass sich das Risiko einer Neuerkrankung auch durch die Spiegelung des Dickdarms um 77 Prozent innerhalb von zehn Jahren senken lässt.

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