Mehr Geld für das Erkelenzer Stadtmarketing

Von: Helmut Wichlatz
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Erkelenz. Die Politik will eine Neuausrichtung und Stärkung des Stadtmarketings. Im kommenden Haushalt soll mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Dies beschloss der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung, nachdem das Thema als Antrag verschiedener Parteien schon die Fachausschüsse passiert hatte.

Erkelenz müsse mit den Nachbarstädten „mithalten“ können, hatte Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei betont. Nun soll grundsätzlich über die Ziele des Stadtmarketing in Erkelenz nachgedacht werden. Die SPD begrüße, dass man sich grundsätzliche Gedanken zum Stadtmarketing mache, erklärte Ratsherr Dieter Spalink. Allerdings sei es nicht mit Geld allein getan.

Vielmehr müsse man die Frage nach dem „Kern der Marke Erkelenz“ nachdenken. Als Beispiel führte er den Adventsmarkt an, der die Ziellosigkeit der Bemühungen widerspiegele. Die SPD forderte einen Arbeitskreis, in dem Politik, Gewerbering und Verwaltung ein Konzept erarbeiteten, das neue Impulse gebe.

Klaus Steingießer von der CDU verwies auf das integrierte Handlungskonzept für die Stadt, das seine Fraktion initiiert habe. Stadtmarketing sei dabei ein integrierter Bestandteil. Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei attestierte Erkelenz eine „mangelhafte Außendarstellung“. Auch der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen sah die Notwendigkeit einer Neuorientierung. „Seit 1999 betreiben wir Stadtmarketing“, erklärte er. „Es ist richtig, einmal innezuhalten und unser Tun auf den Prüfstand zu stellen.“

Die Angebote des Stadtmarketing sollten untersucht und nach Prioritäten geordnet werden. Für 2018 sagte er zu, dass die Stadtverwaltung ihre Ziele im Stadtmarketing aufliste und zur politischen Diskussion stelle. Für das kommende Jahr wird da Budget für die Maßnahmen im Rahmen des Stadtmarketing um 15.000 Euro erhöht. Eine „zielgerichtete und sinnvolle Verwendung“ der insgesamt 95.000 Euro müsse dann überprüft werden.

SPD: Zeit für die Familien

Uneinigkeit herrschte bei der Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags am 3. Dezember. Hier spielte die SPD nicht mit und betonte, dass gerade in der Adventszeit den Beschäftigten des Einzelhandels ermöglicht werden solle, die Zeit mit ihren Familien zu verbringen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters betonte, dass viele der Arbeitsstunden nicht bezahlt würden und der Freizeitausgleich oftmals mit ins neue Jahr genommen werden müsse. Dies sei angesichts der an sich schon ausreichenden verkaufsoffenen Sonntage nicht hinzunehmen.

Dem hielt Frings von der Bürgerpartei entgegen, dass in den Niederlanden oftmals jeden Sonntag die Geschäfte geöffnet seien und die dortigen Beschäftigten keine Probleme mit den Sonderarbeitszeiten hätten. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten einigte man sich im Stadtrat für den 3. Dezember auf einen verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Adventsdorfes.

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